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Seniorenbeirat seit 25 Jahren aktiv

Kaltenkirchen Seniorenbeirat seit 25 Jahren aktiv

„Unser Seniorenbeirat ist aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Er ist ein zuverlässiger Partner und leistet hervorragende Arbeit“, lobte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause. Anlass war der 25. Geburtstag des Beirates, der im Ratssaal mit rund 120 geladenen Gästen gefeiert wurde.

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Der ehemalige Vorsitzende des Kaltenkirchener Seniorenbeirates, Wilhelm Sierk (von links), der amtierende Vorsitzende Klaus Stuber, Landesseniorenbeirats-Vorsitzender Peter Schildwächter, Kreispräsident Winfried Zylka (von rechts), Kreisseniorenbeirats-Vorsitzende Anke Pawlik sowie Bürgermeister Hanno Krause freuten sich, dass auch die 101-jährige Evaline Wendt zur Feier gekommen war, die dem ersten Seniorenbeirat der Stadt angehörte.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Dem Gremium gehören 23 Männer und Frauen an, von denen 12 direkt gewählt werden. Die restlichen 11 sind Delegierte von Parteien, Kirchen, Vereinen und Hilfsorganisationen. Der amtierende Vorsitzende Klaus Stuber erinnerte an die Anfänge und blickte auch in die Zukunft. Er verlas dabei auch die erste Eingabe der nach einem positiven Beschluss der Stadtvertretung im Oktober gegründeten Interessenvertretung für ältere Menschen an die Stadtverantwortlichen vom Dezember 1991. Darin wurde gebeten, die künftigen Anliegen nicht als Bittstellerei anzusehen, sondern diese ernsthaft zu prüfen. Und es wurden bereits zahlreiche Vorschläge unterbreitet.

 Was nach den Worten Stubers einst fast „eine gefühlte Kampfansage“ war, sei heute eine Selbstverständlichkeit. So habe zum Beispiel auch Kaltenkirchen der Änderung der schleswig-holsteinischen Kommunalverfassung Rechnung getragen und die Möglichkeiten der Mitgestaltung deutlich erweitert. So hätten Vertreter des Seniorenbeirates in allen Sitzungen der Fachausschüsse und der Stadtvertretung Rede- und Antragsrecht. „Und ab 2008 können unsere Vertreter sogar bei seniorenrelevanten Themen auch im nichtöffentlichen Teil dabei sein“, freut sich Stuber.

 Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den vielen Partner in der Stadt und sagte: „Unser Potential erschöpft sich nicht ausschließlich in der Forderung nach Absenken von Bordsteinen. Und unser generationsübergreifendes Handeln ist für uns kein Lippenbekenntmis, sondern wir praktizieren es gemeinsam mit ihnen.“

 Stuber betonte, dass der Anteil der über 60-Jährigen in Kaltenkirchen in den vergangenen 25 Jahren von 13,7 auf knapp 25 Prozent gestiegen sei. Das seien rund 5400 Männer und Frauen. „Deshalb sind wir künftig noch mehr gefordert.“

 Peter Schildwächter, Vorsitzender des Landesseniorenbeirates, lobte die Kompetenz und den Arbeitseinsatz des Kaltenkirchener Ablegers. Er bedauerte, dass es in einigen Teilen des Landes noch keine solchen Beiräte gibt. Die Kreisvorsitzende Anke Pawlik sagte, dass sich der Kaltenkirchener Beirat eine bedeutende Stellung aufgebaut habe. Kreispräsident Wilfried Zylka bezeichnete die Seniorenbeiräte als wichtige Ratgeber und Mitgestalter des gemeindlichen Miteinanders.

 Die Feier wurde aber von einem kleinen Wermutstropfen überschattet. So bedauerte Bürgervorsteher Rüdiger Gohde, dass im Flyer zu der Veranstaltung kein Grußwort vom Repräsentanten der Stadtvertretung abgedruckt und dieser beim Festakt auch nicht um ein Grußwort gebeten wurde. „Das war unsensibel und wird dem Stellenwert der Stadtvertretung in ihrer Gesamtheit nicht gerecht.“ Schließlich habe sie durch ihre Entscheidung vor 25 Jahren die Gründung erst ermöglicht.

 „Ich bin für Anregungen immer offen“, entgegnet Stuber auf die Kritik. Aber auch in anderen Kommunen würden bei ähnlichen nichtöffentlichen Beiratsveranstaltungen im Flyer nur der Bürgermeister ein Grußwort schreiben. In Broschüren für die Allgemeinheit sei der Bürgervorsteher hingegen vertreten. „Aber man kann in der Zukunft doch über alles reden.“

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