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Flüchtlinge: Lage entspannt sich

Kaltenkirchen Flüchtlinge: Lage entspannt sich

Die Situation der Flüchtlinge in Kaltenkirchen entspannt sich. In der vergangenen Woche ist es gelungen, die letzten Asylbewerber aus der ehemaligen Tennishalle umzuquartieren.

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Das Containerdorf für Flüchtlinge ist deutlich gewachsen. Nach der Aufstellung weiterer Wohnmodule leben dort jetzt 67 Menschen. Für weitere 100 wäre Platz.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Sie wohnen jetzt in Einzel- oder auch Familiencontainern hinter dem Festplatz. Das gab Bürgermeister Hanno Krause in der jüngsten Sitzung des Sozial- und Gleichstellungsausschusses bekannt.

 Die Tennishalle ist inzwischen menschenleer und abgeschlossen. Sport wird dort in absehbarer Zeit trotzdem nicht mehr betrieben werden können. Bis Ende des Jahres sollen die Notfallquartiere in der Halle auf jeden Fall erhalten bleiben, falls sie doch noch gebraucht werden. Zumindest im Moment sieht es danach aber nicht aus, denn hinter dem Festplatz stehen jetzt zahlreiche leere Container für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung, von denen rund 100 dort zusätzlich einziehen könnten. Weitere Entspannung werden die neuen Schlichtwohnungen am Kamper Stieg bringen. Sie sollen im Juni bezugsfähig sein. Sie bieten Platz für 48 Asylbewerber, die derzeit im Containerdorf untergebracht sind. Dann werden am Festplatz weitere Wohnräume leer stehen.

 Dass die Stadt vorerst trotzdem davon ausgeht, dass sie die vielen Unterkünfte in Zukunft brauchen könnte, hat gute Gründe. Für dieses Jahr hat der Kreis Segeberg für Kaltenkirchen eine Zuweisungsquote von 313 Flüchtlingen festgelegt. Obwohl zurzeit deutlich weniger Asylbewerber Deutschland erreichen als noch vor einigen Wochen, hat sich an dieser Prognose bislang nichts geändert. Die tatsächliche Zuweisungsquote für Kaltenkirchen ist derzeit viel niedriger. Bis Ende März wurden der Stadt lediglich 33 Flüchtlinge überstellt. „Wenn es bei diesem Niveau bleibt, werden wir die Zahl von 313 Flüchtlingen bis Ende des Jahres nicht erreichen“, sagte Bürgermeister Krause.

 Aufgrund der Erfahrungen des vergangenen Jahres ist die Stadt nun aber erst einmal froh, ausreichend Notfallquartiere zur Verfügung zu haben. Denn 2015 wurde die Zuweisungsquote stetig nach oben korrigiert. Am Ende nahm die Stadt 178 Personen auf. Im Jahr 2014 waren es lediglich 49 gewesen.

 Die Tennishalle diente seit Dezember 2015 zur Unterbringung von Asylbewerbern. In dieser Zeit wurde sie intensiv von einem Sicherheitsunternehmen betreut. Eine Streife wird die Unterkunft auch in Zukunft noch im Blick haben und immer wieder aufsuchen.

 Damit die Stadt künftig auch Sachspenden für Asylbewerber annehmen kann, hat sie eine Halle gemietet. Sie soll vom Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich betrieben werden. Im Containerdorf in Kaltenkirchen sind aktuell 67 Flüchtlinge untergebracht. Für ihre Betreuung wurde eine neue Sozialarbeiterin eingestellt. Sie soll künftig die beiden hauptamtlichen Kräfte unterstützen, die sich schon seit längerer Zeit um die Asylbewerber kümmern.

 Die Sozialarbeiter sind für die Zuwanderer erste Ansprechpartner, sie stellen Kontakte zu Behörden her oder helfen zum Beispiel auch bei Arztbesuchen. Außerdem sind sie wichtige Bindeglieder zur Verwaltung der Stadt sowie zu den ehrenamtlichen Flüchtlingslotsen.

 

 Weitere Informationen dazu, wie Flüchtlingen in Kaltenkirchen geholfen werden kann, hat die Stadt Kaltenkirchen auf ihrer Homepage ins Internet stellt: www.kaltenkirchen.de (hier die Rubrik Soziales & Gesundheit anklicken).

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