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Straße für Wochenmarkt gesperrt

Kaltenkirchen Straße für Wochenmarkt gesperrt

Ein Abschnitt der Holstenstraße wird aller Voraussicht nach demnächst für den Wochenmarkt am Sonnabend gesperrt. Der Bau- und Umweltausschuss stimmte mit Mehrheit bereits zu, jetzt muss noch die Stadtvertretung beschließen. Die Sperrung wird probeweise bis Jahresende gelten.

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Zwischen der Zufahrt zur Straße Am Rathausgarten (Foto) und der Kreuzung Brauerstraße/Am Markt wird die Holstenstraße bald zur Marktzeit gesperrt.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Seit 2007 kämpft die FDP dafür, die Holstenstraße während des Wochenmarktes in Höhe des Rathausvorplatzes für den Durchgangsverkehr zu schließen. Fast zehn Jahre später wird der Wunsch der Freien Demokraten nun Wirklichkeit. Allerdings erfolgt die Sperrung befristet bis zum Ende des Jahres. Dann soll ein Fazit gezogen werden. Zwar muss die Stadtvertretung den Beschluss des Bau- und Umweltausschusses noch bestätigen, doch das gilt als sicher.

 Die FDP hatte die teilweise Sperrung der Holstenstraße schon zur Stadtvertretersitzung am 28. Juni als Antrag eingereicht. Der wurde dann aber in den Ausschuss verwiesen. Hier wurde er modifiziert und als gemeinsamer Wunsch von FDP, SPD und Wählergemeinschaft Pro Kaki - gegen die Stimmen der CDU - beschlossen. Die Holstenstraße wird demnach von 6 bis 14 Uhr zwischen dem Geschäft Schlüter & Studt und der Einmündung Am Rathausgarten (gegenüber des Eiscafés) nicht mehr von Autos befahren werden können.

 Damit werde die Fläche des Wochenmarktes, der bisher nur am Grünen Markt und vor dem Optiker-Geschäft Lescow aufgebaut war, deutlich erweitert, weil jetzt zum Beispiel auch der Rathausvorplatz einbezogen werden könne, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von FDP, SPD und Pro Kaki. „Neben dieser Erweiterung könnten Events wie Musikveranstaltungen, Themenmärkte, ein Straßencafé, kulturelle Darbietungen oder auch Aktionsveranstaltungen durchgeführt werden. Auch ein Bücherflohmarkt ist denkbar“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die drei Fraktionssprecher machten deutlich, dass man dem Ziel, die Innenstadt zu beleben, mit dieser Entscheidung näher gekommen sei. Jetzt sei umgehend eine Werbeoffensive aus dem Rathaus bei Marktbeschickern, Vereinen und anderen Interessenten nötig. „Uns ist bekannt, dass sich auch der Bürgermeister seit langem für die Belebung der Innenstadt einsetzt.“

 Das ist richtig. Den jetzt gefassten Beschluss hält Hanno Krause allerdings nicht für sinnvoll: „Hier wurde leider der zweite vor dem ersten Schritt gemacht.“ Es gebe zur Zeit keine Bewerbungen von neuen Standbetreibern. Und selbst die hätten noch die Möglichkeit, auf dem Rathausvorplatz zu stehen. Dafür müsste die Straße jedoch nicht gesperrt werden. „Laut einer verkehrsplanerischen Stellungnahme können die Marktbesucher die Straße auch sicher überqueren, wenn auf beiden Seiten Stände stehen würden, weil auf der Holstenstraße nur Tempo 20 erlaubt ist“, erklärt der Bürgermeister. Ganz wichtig für den Verwaltungschef ist aber, dass sowohl die Geschäftsleute der Holstenstraße, ihre Interessenvertretung und auch die Marktbeschicker selbst eine Sperrung ablehnen. Krause gab ferner zu bedenken, dass sie den Verkehr nicht vollständig heraushalten würde, da zum Beispiel Anlieger weiterhin fahren dürften. „Somit entfällt, dass Händler die Straße als Verkaufsfläche nutzen können.“

 Die CDU sieht es genau so wie der Bürgermeister. Bauausschussmitglied Kurt Barkowsky bezweifelt zudem, dass die Sperrung nichts kosten würde und hat deshalb die Stadtverwaltung um Aufklärung gebeten. Denn für ihn ist klar, dass zum Beispiel Mitarbeiter des städtischen Bauhofes jede Woche für die notwendigen Absperrungen und eine neue Beschilderung sorgen müssen, da die Holstenstraße von der Rossmann-Seite dann gegen die Einbahnstraßen-Regelung benutzt werden dürfte. „Dafür müssen städtische Mitarbeiter eingesetzt werden, und das kostet Geld.“

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