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Kaltenkirchen THW bringt Spaß

Auf ein 50-jähriges Bestehen blickt der Ortsverband des Technischen Hilfswerkes (THW) zurück. Für die Jubiläumsfeier am Sonnabend, 5. September, ist ein umfangreiches Festprogramm vorgesehen.

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Bei einem Brand auf dem Recyclinghof in Neumünster unterstützte das Kaltenkirchener THW die Feuerwehr.

Quelle: HRF

Kaltenkirchen. Im Januar 1964 richtete der THW-Ortsverband Bad Segeberg in Kaltenkirchen einen Stützpunkt ein. Eigene Räume gab es noch nicht. So fanden die Übungsabende damals noch in der Gaststätte „Landhaus Harms“ statt. 25 Helfer gehörten bereits dazu. Sie gründeten im November 1965 einen eigenen Ortsverband.

 Bei der Suche nach einer Liegenschaft hatten die THW-Helfer bald bei Ernst Lohse im Funkenberg 8 Erfolg. Von da an ging es kontinuierlich bergauf. 1966 wurde ein erstes Fahrzeug angeschafft: ein VW-Bus. Ein Jahr später kam ein Gerätekraftwagen dazu.

 Als der Platz im Funkenberg nicht mehr reichte, fanden die technischen Helfer 2003 im Porschering 7 ein neues Domizil. Doch auch dort ist es inzwischen eng geworden. Acht Fahrzeuge zählen zum Bestand: drei Gerätekraftwagen, davon zwei große, zwei Mannschaftstransportwagen, ein Bergungsräumgerät (Radlader) mit verschiedenen Anbauteilen, ein Lastkraftwagen zum Befördern von Radlader und Zubehör sowie ein Pkw.

 50 Helfer gehören zum Ortsverband, weitere 50 sind dem THW als Althelfer verbunden. Hinzu kommt eine Jugendgruppe mit drei Mädchen und elf Jungen. An der Spitze stehen der Ortsbeauftragte Mirco Grönwoldt und sein Stellvertreter Bernd David. Den technischen Zug führt Andreas Barkowsky.

 Technische Hilfe ist insbesondere bei Katastrophen gefragt oder wenn Gefahren für die Öffentlichkeit abzuwenden sind. Die Anforderungen der THW-Einsätze sind vielfältig. Sie reichen von Schneekatastrophen, Sturmfluten, Überschwemmungen, außergewöhnlichen Unfällen, Großbränden und Dachsicherungen bis zur Bergung von Fahrzeugen. Vor Kurzem half eine Abordnung der Kaltenkirchener beim Bau eines Flüchtlingscamps in Neumünster. In Aktion treten die THWler aber auch bei ganz anderen Anlässen, zum Beispiel dann, wenn sie gemeinsam mit dem Roten Kreuz beim traditionellen Osterfeuer eine Großveranstaltung für Jung und Alt im Freizeitpark ausrichten.

 Großen Wert legt Mirco Grönwoldt auf die Jugendarbeit. Er betont: „Es entstehen keine Kosten für die Eltern, Beiträge werden nicht erhoben. Der Dienst im THW ist spannend und bringt Spaß.“

 Zum Einstieg sei es nie zu spät. Bernd David erzählt, er habe nach dem Eintritt in den Ruhestand nach einer Möglichkeit gesucht, für seine Freizeit „eine Struktur“ zu erhalten. So sei er bei den technischen Helfern eingestiegen. Der 69-Jährige meint: „Es werden Leute gebraucht, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Er selbst liefert ein ausgezeichnetes Beispiel.

 „Wir suchen auch weiterhin interessierte Frauen und Männer, die Spaß an Technik haben und anderen Menschen helfen möchten“, betont der Ortsbeauftragte. „Besonders die sechs Helferinnen würden sich über weitere weibliche Unterstützung freuen“, fügt die Ausbildungsbeauftragte Petra Militzer hinzu. Sie betont: „Es gibt im THW keine Aufgabe, die nicht auch von einer Frau übernommen werden kann.“

 In Schleswig-Holstein gibt es 32 Ortsverbände, bundesweit sind es 668. Rund 80000 Helfer stehen ehrenamtlich zur Verfügung. Kaltenkirchen gehört im Land zu den leistungsstarken Ortsverbänden. Mirco Grönwoldt merkt dazu an: „Einige haben Probleme, ihre freiwillig übernommenen Pflichten zu erfüllen. Wir nicht.“ Kürzlich ist den Kaltenkirchenern die Fachgruppe Sprengen übertragen worden. Für Ernstfälle arbeiten sich die örtlichen THWler damit in ein weiteres Spezialgebiet ein. Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 04191/95 40 60.

 Das Programm: Sonnabend ab 10.30 Uhr – Feierstunde im Rathaus; ab 13 Uhr – Mitmachtag für Jung und Alt auf dem Marktplatz und in der Holstenstraße. Fahrzeuge und Geräte werden vorgestellt. Für Kinder werden eine Riesenrutsche und eine Hüpfburg aufgebaut. Mit der THW-Jugend können die Kleinen spielen, hämmern und sägen. Mit einem Gerätekraftwagen sind Rundfahrten möglich. Bergungsgruppen zeigen, wie Strom und Druckluft erzeugt werden. Die Fachgruppe Räumen zeigt, was mit einem Radlader und verschiedenen Anbaugeräten gemacht werden kann. Fachgruppen benachbarter Ortsverbände präsentieren sich: Bad Segeberg – Pumpen; Norderstedt – Beleuchtung; Kiel – Kettenfahrzeug; Harburg – Funkmast-Kraftwagen; Pinneberg – Kran und Boot; Neumünster – Hundestaffel.

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