23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
190 Wohncontainer nachbestellt

Kaltenkirchen 190 Wohncontainer nachbestellt

Die neuen Prognosen zu den Flüchtlingszahlen werden nach Einschätzung von Bürgermeister Hanno Krause auch die Situation in Kaltenkirchen extrem verschärfen. Deshalb bestellte er neben den bereits georderten 40 noch zusätzliche 190 Wohncontainer für das Gelände im Freizeitpark.

Voriger Artikel
Neue Visitenkarte der Stadt
Nächster Artikel
Polizei sucht Zeugen nach Unfall

Zwei Personen müssen sich einen Raum teilen. Am Hochseilgarten gibt es noch ein paar freie Plätze in Containern. Die müssen sein, damit auf spontane Zuweisungen reagiert werden kann.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. 60 dieser Container sollen bis spätestens Ende März 2016 geliefert werden, die restlichen 160 dann kontinuierlich bis Ende kommenden Jahres. Dann werden – mit Sanitär-, Büro- und Waschmaschinen-Containern – gut 240 dort stehen, in denen bis zu 400 Personen eine vorläufige Bleibe finden werden. „Die Lieferzeiten haben sich aufgrund der besonders hohen Nachfrage verlängert“, berichtet Krause. „Aufgrund unserer rechtzeitigen Verhandlungen konnten wir die Mietpreise aber fast auf dem bisherigen Niveau halten.“ Für die kleinen werden 350 Euro pro Monat an Miete fällig, für die großen 150 Euro mehr. Diese Ausgaben erhält die Stadt von Kreis und Land erstattet.

 Schon jetzt Vorkehrungen für das kommende Jahr zu treffen, sei dringend notwendig. Nach seinem Gespräch in Kiel ist für den Bürgermeister klar, dass der Flüchtlingsstrom auch 2016 auf keinen Fall abreißen werde. Und die Container werde man bestimmt dann noch weitere drei bis vier Jahre brauchen. „Aber auch das ist ungewiss.“

 Erfreulich sei, dass auf dem Gelände am Festplatz genügend Fläche für die Containerstadt vorhanden sei. Zum bereits jetzt genutzten Gelände komme noch die Fläche des Hochseilgartens hinzu. Der Betreiber zahlt seine Pacht nicht und hat Insolvenz angemeldet. „Er hat noch bis Anfang November Zeit, die Anlage zu entfernen. Das haben wir ihm mitgeteilt“, erklärte der Verwaltungschef. Wenn das nicht fristgerecht geschehe, werde die Stadt für die Demontage sorgen.

 14 Männer aus Syrien und Afghanistan leben bislang in den Containern im Freizeitpark. In dieser Woche werden neun weitere dort erwartet. Und es wird neue Zuzüge geben, wenn die bestellten Container endlich geliefert werden. Parallel dazu soll auch eine Begegnungsstätte in der Platzmitte angelegt werden, denn in den engen Wohncontainer sind Treffen von mehreren Menschen nur schlecht möglich. Aufgestellt werden sollen zum Beispiel dort eine Fahrradgarage und ein großes Gartenhaus, gestiftet vom Globus-Baumarkt und Plambeck-Baustoffhandel.

 Krause verfolgt regelmäßig vor Ort den Aufbau des Containerdorfes. „Mir ist es wichtig, dass die Flüchtlinge vernünftig untergebracht werden und der soziale Frieden in der Stadt erhalten bleibt.“ Das sei eine große Aufgabe und ohne den enormen Einsatz der vielen freiwilligen Helfer nicht zu schaffen. Sie hätten zum Beispiel vor dem Einzug der Asylbewerber geholfen, die Container zu reinigen und zu möblieren.

 Der Verwaltungschef verteidigte noch einmal die Entscheidung, die Tennishalle der Kaltenkirchener Turnerschaft ab November für den Sportbetrieb zu schließen und in eine Flüchtlingsunterkunft umzuwandeln. Die Tennisanlage solle zwar nur solange zweckentfremdet werden, bis die nötigen Container geliefert würden, doch wie lange die Halle und das angrenzende Vereinsheim für Asylbewerber benötigt würden, lasse sich zur Zeit leider nicht seriös beantworten, bedauert Krause.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3