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Drei neue Kindergärten

Kaltenkirchen Drei neue Kindergärten

Neun Kindertagesstätten mit rund 1180 Plätzen gibt es zurzeit in der Stadt. Sie werden von sechs Trägern betrieben. Bis 2018 sollen drei weitere Einrichtungen dazu kommen, so dass die Stadt dann noch einmal weitere 250 Plätze für Jungen und Mädchen im Alter bis 14 Jahren anbieten kann.

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Auch das Deutsche Rote Kreuz betreibt in Kaltenkirchen Kitas, beispielsweise die Einrichtung „Abenteuerland“ in der Straße Am Krankenhaus.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Die dann gut 1400 Kita-Plätze sind nach den Worten von Bürgermeister Hanno Krause auch dringend erforderlich. In den nächsten Jahren entstünden viele neue Baugebiete, die auch mehr Familien nach Kaltenkirchen ziehen würden. „Und da muss auch die Infrastruktur stimmen; es muss also auch die nötigen Kindertagesstättenangebote geben.“ Dazu komme, dass laut Gesetz jedes Kind ab Vollendung des dritten Lebensjahres einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz habe. Ein Betreuungsanspruch besteht auch für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres bis zum dritten. Dabei geht es um frühkindliche Förderung in einer Kindertagesstätteneinrichtung oder in der Kindertagespflege. „Somit ist die Aktualisierung des Bedarfs ein sehr wichtiges Thema für uns.“

 Deshalb seien die jetzt anvisierten Neubauten notwendig, meinte Krause. Zuerst in Angriff genommen werden soll die Kita im Baugebiet „Wiesenpark“ im Bereich Wiesendamm/Radensweg. Hier will die Kaltenkirchener Bank ein großes Areal für Einzel- und Doppelhäuser ausweisen. Mit der Vermarktung wurde bereits begonnen. Der Kita-Betrieb dort soll schon im August des kommenden Jahres anlaufen.

 Pro neuem Kindergarten wird mit Kosten von rund drei Millionen Euro gerechnet. Die Kaltenkirchener Bank wird diesen errichten und auch einen Betreiber suchen. Die Stadt wird dann Mieter sein und mit dem Betreiber einen Vertrag über die Bewirtschaftung schließen. Wie in allen anderen Einrichtungen auch werden 60 Prozent der laufenden Kosten von der Stadt, die restlichen 40 Prozent von den Eltern aufgebracht. Nur für den Krippenbereich reduziert sich der Elternanteil auf 24 Prozent. Im „Wiesenpark“ sind zwei Kindergarten- und vier Krippengruppen vorgesehen.

 Anders sieht es auf dem Gelände der ehemaligen Paracelsus-Klinik (Alvesloher Straße) aus, wo die Deutsche Reihenhaus über 100 Häuser errichten, aber nicht Bauherr sein will. Sie stellt aber das Grundstück zur Verfügung - allerdings nicht kostenlos. Der Betrag dafür wird mit der Summe von um die eine Million Euro verrechnet, mit der sich ein Investor am Kindergartenbau beteiligen muss. Der Grund für den Ausgleichsbetrag: Durch Bebauung wird ein Bedarf für einen Kindergarten geschaffen, der gebaut werden muss.

 An der Alvesloher Straße, wo der Betrieb im August 2017 starten soll, möchte die Stadt nicht selbst als Bauherr auftreten, sondern sucht einen Investor, der auf eigene Rechnung tätig wird. Die Stadt würde den Betreiber suchen. „Das würde über eine öffentliche Ausschreibung geschehen“, sagte der Bürgermeister. Und auch hier wird die Kostenaufteilung so laufen wie bei den übrigen Einrichtungen auch. Auf dem Ex-Paracelsus-Gelände sollen zwei Kindergarten- sowie vier Krippengruppen eingerichtet werden. Die Kita, die dann mitten in einem abgeschlossenen Wohngebiet liegt, bekommt eine Parkplatzanlage mit 30 Plätzen.

 Noch einmal anders gelagert ist das dritte Projekt, das im August 2018 den Betrieb aufnehmen soll. Hier sollte der Kindergarten im Bereich Süderstraße entstehen – auf dem Gelände, das die LEG Entwicklung GmbH Ende 2014 von der Stadt erworben hat. Dort sollen mehrere Hundert Wohnungen entstehen. Hier denkt Krause aber nicht an einen Kita-Neubau. Stattdessen könnte die Kita in der nahen Erich-Kästner-Schule untergebracht werden, da dort Räume frei werden. Die Kästner-Schüler ziehen aus, in die Gemeinschaftsschule am Marschweg. Zwar nutzt künftig die Grundschule Marschweg die Kästner-Schule, benötigt aber nicht alle Zimmer.

 Auch wenn dieses Modell ohne Neubau umgesetzt wird, müsste die LEG trotzdem den Ausgleichsbetrag von rund einer Million Euro zahlen. Gedacht ist für dieses Projekt an zwei Kindergarten- und drei Krippengruppen.

 Nach Fertigstellung der drei neuen Kindertagesstätten werden sich rund 200 Erzieher und sozialpädagogische Assistenten um die jungen Besucher kümmern.

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