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Feuerwache wächst wie geplant

Kaltenkirchen Feuerwache wächst wie geplant

Maik Petersen aus dem schleswig-holsteinischen Innenministerium überreichte am Dienstag einen Zuwendungsbescheid für ein zinsgünstiges Darlehen aus dem Kommunalen Investitionsfonds. Die avisierten 3,4 Millionen Euro sind für den Bau der neuen Feuerwache an der Süderstraße gedacht.

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Es geht voran auf der Baustelle an der Süderstraße. Im Oktober 2016 soll die neue Kaltenkirchener Feuerwache bezugsfertig sein.

Kaltenkirchen. Bürgermeister Hanno Krause hofft auf weitere finanzielle Unterstützung seitens des Landes für das insgesamt 9,3 Millionen Euro teure Projekt.

 

 

 Der Neubau soll die jetzige Feuerwache am Kisdorfer Weg ersetzen. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1974, entspricht nicht mehr dem modernen Standard und lässt auch keine Erweiterung zu. „Vor 41 Jahren hatte die damalige Feuerwehr lediglich fünf Fahrzeuge. Inzwischen sind es 13, plus einen Anhänger. Es ist viel zu eng geworden“, sagte der stellvertretende Wehrführer Volker Mohr, der ebenfalls den Gast aus dem Ministerium begrüßte.

 Das Platzproblem wurde im Laufe der Jahrzehnte durch sechs Anbauten gemildert. Unter anderem wurden die Fahrzeughalle erweitert, eine Werkstatt gebaut und der Sozialtrakt vergrößert – vieles davon in Eigenleistung der Feuerwehr. Inzwischen ist die Lage aber wieder prekär. Fahrzeuge müssen hintereinander parken statt nebeneinander. Zu wenig Raum gibt es auch zum Umziehen der knapp über hundert aktiven Feuerwehrleute. Mangelhaft ist ebenfalls der Sanitärbereich mit viel zu wenig Toiletten. „Wir haben nur eine einzige Dusche“, sagte Volker Mohr. Auch fehlt es an Schulungsräumen, unter anderem für die Jugendwehr mit rund 40 Mitgliedern.

 Die Feuerwehrunfallkasse hat die Enge in der alten Wache bereits moniert. An der Süderstraße wird die Feuerwehr endlich für jedes ihrer Einsatzfahrzeuge einen eigenen Stellplatz haben. Außerdem wird es unter anderem eine klare Trennung von Privat- und Einsatzkleidung geben sowie genügend Büros und moderne sanitäre Einrichtungen. Außerdem sollen mehr Parkplätze für die Privatautos der Kameraden gebaut werden.

 Ein weiterer und entscheidender Nachteil am alten Standort: Vom Kisdorfer Weg aus kann die Feuerwehr nicht alle Straßen in ihrem Einsatzgebiet innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Hilfsfrist von zehn Minuten erreichen. Das betrifft unter anderem Bereiche in Richtung Moorkaten und Autobahn. Der Standort an der Süderstraße ist dagegen optimal.

 

 Für den Neubau erhält die Stadt zunächst ein zinsgünstiges Darlehen aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren und jährlichem Zinssatz von 1,25 Prozent. Würde sich die Stadt die Summe auf dem freiem Kapitalmarkt leihen, wäre der Kredit viel teurer. „Durch Darlehen aus dem Investitionsfonds werden rund 500000 Euro weniger an Zinszahlungen fällig“, sagte Bürgermeister Krause. Die Stadtverwaltung hat für das kommende Jahr bereits ein weiteres Darlehen von rund 3 Millionen Euro beantragt. Sollte es bewilligt werden, würde die ohnehin schon hoch verschuldete Stadt rund 1 Million Euro weniger Zinsen zahlen müssen als bei einem Kredit auf dem freien Finanzmarkt, auf dem die restlichen Investitionskosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro gedeckt werden müssen.

 Das neue Gebäude auf dem städtischen Grundstück an der Süderstraße wird ein zweigeschossiges Sozial- und Bürogebäude mit großem Mehrzweckraum im Obergeschoss und einer Fahrzeughalle mit 16 Stellplätzen und angrenzenden Lager- und Geräteräumen. Erweiterungsmöglichkeiten werden gegeben sein.

 Der Bau wächst wie geplant. Die Sohle für den Sozialtrakt ist gegossen, ein Teil des Rohbaus steht bereits. Für die Fahrzeughalle wird zurzeit das Fundament vorbereitet. Ende Oktober 2016 soll die neue Feuerwache bezugsfertig sein. Bis dahin soll auch die Wehr weiter wachsen. „Wir sind jetzt knapp über hundert Kameraden. Wir streben eine Größenordnung von 150 Aktiven an“, sagte der stellvertretende Wehrführer Mohr. Denn je mehr ausgebildete Kräfte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass immer genügend Feuerwehrleute zur Verfügung stehen. Durchschnittlich 350 Mal pro Jahr wird die Wehr gefordert.

 Was nach dem Umzug in die neue Wache an der Süderstraße aus dem alten Gebäudetrakt werden soll, ist noch nicht beschlossen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass die AKN Eisenbahn AG das Gebäude übernehmen wird, um ihr Betriebszentrum zu erweitern“, meinte Bürgermeister Krause.

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