23 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
22 Hektar für Firmen

Kaltenkirchen 22 Hektar für Firmen

Lange Zeit konnte die Stadt Firmen, die an ihrem Kaltenkirchener Standort erweitern oder sich von außerhalb im Ort ansiedeln wollten, nur begrenzt Flächen anbieten. Nach der offiziellen Freigabe des rund 220000 Quadratmeter großen Gewerbegebiets „Hochmoor“ in der Krückau-Niederung gibt es nun reichlich Platz.

Voriger Artikel
Verfolgungsjagd endet mit Unfall
Nächster Artikel
Es geht nicht nur um Wissen

„Hochmoor“ heißt das neue Gewerbegebiet im Kaltenkirchener Süden. Der dort neugebaute Abschnitt der Grashofstraße führt vom Kreisverkehr Süderstraße/Krückauring bis zum Gewerbegebiet Westerwohld-Nord an Hamburger Straße und Autobahnzubringer mit dem markanten Gebäude der Firma Jungheinrich (im Hintergrund). Nach links zweigt eine ebenfalls neue Straße ab: die Verbindung zur Nikolaus-Otto-Straße, die zuvor eine Sackgasse war. Entlang der neuen Straße sollen im Herbst mehr als 50 Bäume gepflanzt w

Quelle: Michael Zwicker

Kaltenkirchen. „Nun stehen Flächen in einer Größenordnung von 1500 bis 60000 Quadratmeter zur Verfügung. Die Zuschnitte können individuell an die Wünsche der Unternehmen angepasst werden“, sagte Bürgermeister Hanno Krause.

 Mit dem Unternehmen Küchen Aktuell, einem der führenden Anbieter von Einbauküchen, hat sich bereits eine auswärtige Firma für einen Logistikstandort in Kaltenkirchen entschieden. Auf der ungefähr 27500 Quadratmeter großen Fläche an der verlängerten Grashofstraße wird ein Gebäudekomplex für Küchenmontage, Lagerlogistik und Verwaltung gebaut. Mehr als 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Investitionskosten betragen rund 6,5 Millionen Euro. Die Arbeiten am Neubau sollen im Frühjahr 2016 beginnen. Ein genaues Datum für den Betriebsstart gibt es noch nicht.

 Zudem laufen Verhandlungen mit weiteren Interessenten, erklärte Bürgermeister Krause. Vorige Woche sei eine 2000 Quadratmeter große Fläche verkauft worden, ein anderes Unternehmen habe sogar ein 35000 Quadratmeter großes Areal ins Auge gefasst. Insgesamt nochmals rund 100 Arbeitsplätze könnten dann entstehen. „Kaltenkirchen braucht attraktive Standortbedingungen, um auf Erfolgskurs zu bleiben“, sagte Krause. Er erwartet neben neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen auch einen Zuwachs bei Gewerbe- und Einkommensteuer-Einnahmen. Geld soll aber zunächst durch den Verkauf von Gewerbeflächen (für knapp 59 Euro pro Quadratmeter) in die Stadtkasse kommen.

 Für dieses Ziel musste die Stadt finanziell kräftig in Vorleistung gehen. Rund 12,5 Millionen Euro wurden investiert. Grundstücke von Privateigentümern wurden aufgekauft, Regenrückhaltebecken angelegt, Straßen gebaut und Wanderwege gestaltet. Die formellen Voraussetzungen für die Ausweisung des Gewerbegebiets zwischen Süderstraße und Hamburger Straße schuf der Bebauungsplan 74. 300000 Kubikmeter Boden wurden bewegt, rund sieben Kilometer Rohrleitungen verlegt und 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser abgepumpt, nannte Claus-Christian Ehrhardt vom Bauunternehmen Groth beeindruckende Zahlen zu den im März vorigen Jahres begonnenen Erschließungsarbeiten, an denen neben der Pinneberger Firma Groth & Co auch die Papenburg Verkehrswegebau GmbH aus Halle beteiligt war.

 Ein Teil der Acker- und Wiesenflächen wurde in Straßen und Wanderwege umgewandelt. Der Kreisel Süderstraße/Krückauring wurde vergrößert und erhielt einen weiteren Abzweiger mit einem knapp einen Kilometer langen Verbindungsstück bis zur Grashofstraße (zuvor Sackgasse) im Gewerbegebiet „Westerwohld-Nord“ mit der Firma Jungheinrich dicht am Autobahnzubringer. Auf halber Strecke wurde eine weitere Straße zum schon bestehenden Gewerbegebiet an der Nikolaus-Otto-Straße geschaffen. So gibt es mit der Grashofstraße nun für Autofahrer, die aus Henstedt-Ulzburg kommen und nach Alveslohe wollen, eine Alternativroute zur bislang stark befahrenen Hamburger Straße.

 Am neuen Abschnitt der Grashofstraße sollen sich aber nicht nur Gewerbebetriebe ansiedeln. Auch ein Neubaugebiet in Kreiselnähe mit bis zu 350 Wohneinheiten ist geplant. So wird nicht nur Platz für neue Firmen geschaffen, sondern auch für Arbeitskräfte, die nach Kaltenkirchen ziehen wollen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Michael Zwicker

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3