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Ein Filetstück im Herzen Kaltenkirchens ist wenig einladend: An der Ecke Brauerstraße/Hamburger Straße parken auf einem von Wildwuchs und einem alten Holzzaun umgebenen Schotterplatz Autos. Das soll sich ändern. Die Stadtvertretung beschloss eine Änderung des Bebauungsplanes „Zentrum“.

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Diese beiden zu Grundstücke an Hamburger Straße sind keine Visitenkarte für die Stadt. Das Areal wird planungsrechtlich neu geordnet.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Kaltenkirchen. Kaltenkirchen. Ein Filetstück von Flächen im Herzen Kaltenkirchens ist wenig einladend: An der Hauptverkehrsader der Stadt, an der Ecke Brauerstraße/Hamburger Straße, parken auf einem von Wildwuchs und einem maroden Holzzaun umgebenen Schotterplatz Pkw, das benachbarte Grundstück dient dem gegenüberliegenden Geschäft als Abstellfläche für Fahrzeuge und Anhänger. Das soll sich ändern. Die Stadtvertretung beschloss in ihrer jüngsten Sitzung eine Änderung des Bebauungsplanes „Zentrum“.

 Die als öffentlicher Parkplatz dienende Fläche gehört der Stadt, das benachbarte Grundstück ist Privatbesitz. Die Aufstellung der Änderung des seit 1990 geltenden B-Plans Nr. 7B umfasst nicht nur die beiden unbebauten Flächen an der Hamburger Straße, sondern hinter dem Areal auch ein Privatgrundstück an der Brauerstraße mit einem leerstehenden Einfamilienhaus. Der Geltungsbereich der B-Plan-Änderung hat eine Größe von etwa 3000 Quadratmeter. Das Baugesetzbuch erlaubt es der Stadt, die Aufstellung der Bebauungsplanänderung im beschleunigten Verfahren durchzuziehen, das heißt, dass die normalerweise vorgesehene vorzeitige Beteiligung der Behörden und Öffentlichkeit entfällt.

 Ziel der Planung sei eine Neuordnung der als Mischgebiet ausgewiesenen Flächen und „damit verbundene Optimierung der Ausnutzbarkeit des Bereiches im Interesse der innerstädtischen Nachverdichtung“, so der Beschluss der Stadtvertretung. Die Stadt beruft sich auf den vorgeschriebenen sparsamen Umgang mit Grund und Boden, so dass ein Nachverdichten begünstigt und der Flächenverbrauch im Außenbereich verhindert wird.

 Die Pläne für das Vervollständigen des Stadtbildes in dem Bereich, der jetzt überplant wird, sind nicht neu. Bereits in dem Rahmenplan der Stadt ist eine geschlossene Bauweise entlang der Brauerstraße/Hamburger Straße ausgewiesen. Vorgesehen sind zudem schon in dem Rahmenplan Baukörper mit drei bis vier Vollgeschossen. Angestrebt wurde mit dem Plan das Ausbilden einer sogenannten städtebaulichen Kante. Der Rahmenplan geht für die Kreuzung Hamburger Straße/Brauerstraße/Marschweg von einem Kreisel aus. Hiervon haben die Kommunalpolitiker wegen des enormen Verkehrsaufkommens in diesem Bereich bereits Abstand genommen.

 Die Flächen sollen nun zusammen mit einem Investor geplant werden. Offensichtlich gibt es bereits einen Interessenten, obwohl dies im öffentlichen Teil der Sitzung der Stadtvertreter nur verklausuliert zu vernehmen war. „Die Kosten werden vom künftigen Investor übernommen“, wird auch in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zu den finanziellen Auswirkungen des Beschlusses vermerkt.

 Über das Vorhaben „Zentrum“ herrschte in der Sitzung große Einigkeit. Den Plänen der anderen Kommunalpolitiker wollte lediglich Danny Blechschmidt (Die Linke) nicht zustimmen, „weil nichts von bezahlbarem Wohnraum drinsteht.“

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Anna Maria Persiehl

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