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Er war selbst überrascht

Kaltenkirchen Er war selbst überrascht

„Ich war völlig überrascht, aber die Auszeichnung hat mich natürlich auch sehr gefreut“, gab Johann Fuhlendorf, Vorstand der Kaltenkirchener Bank, unumwunden zu. Er erhielt den Ehrenpreis als Unternehmer des Jahres, den der Kaltenkirchener Ring für Handel, Handwerk und Industrie vergibt.

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Kaltenkirchens Unternehmer des Jahres: Johann Fuhlendorf.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Alles sei wie eine geheime Kommandosache abgelaufen, erinnert sich Fuhlendorf. „Ich habe im Vorfeld nicht den kleinsten Hinweis erhalten, dass etwas Derartiges geschehen könnte.“

 Überrascht waren auch viele Messe-Gäste von der Wahl des Ringes, denn Fuhlendorf ist kein Unternehmer im eigentlichen Sinne. Trotzdem gönnte jeder der Besucher dem ausgewiesenen Manager und Bank-Experten die Ehrung. Es ist nicht nur sein Verdienst, dass ein Geldinstitut den Namen der Stadt trägt, sondern die Bank engagiert sich auch auf anderen Gebieten stark in Kaltenkirchen. So war Fuhlendorf maßgeblich daran beteiligt, dass die bankeigene Immobilien und Vermarktungs GmbH gegründet wurde, deren Mit-Geschäftsführer Fuhlendorf ist. Sie erschließt gerade am Wiesendamm in Kaltenkirchen ein großes Baugebiet, wo Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser errichtet werden. Die Bank kaufte auch den ehemaligen Hüttmannschen Gasthof mit Nebengebäuden, um hier ein Wohn- und Geschäftshaus zu errichten, das dem Gebiet am Grünen Markt ein modernes Gesicht verleihen soll. Für Fuhlendorf ist es selbstverständlich, dass sich sein Institut mit den Verantwortlichen der Stadt bei der Gestaltung abstimmt. „Denn wir möchten etwas bauen, was sich einer breiten Zustimmung erfreut.“

 Der 60-Jährige ist seit 38 Jahren bei der Bank tätig. Am 1. Juli 1993 wurde er in den Vorstand der Raiffeisenbank Kaltenkirchen berufen, wie das Geldinstitut damals noch hieß. „Zu Beginn meiner Tätigkeit hatten wir neun Beschäftigte, heute sind wir knapp 50“, erzählt Fuhlendorf. Die Bilanzsumme stieg in der Zeit von 12 auf inzwischen 175 Millionen Euro. „Wir gehören damit zu den kleinen Genossenschaften im Land, aber wir schreiben schwarze Zahlen“, freut sich Fuhlendorf. „Deshalb ist unsere Welt auch noch in Ordnung. Und deshalb wird auch die Selbstständigkeit im Sinne der Mitarbeiter und Kunden erhalten.“ Denn jede Zusammenlegung gehe nun mal zu Lasten des Personals.

 Fuhlendorf ist noch weiter unternehmerisch tätig, als Aufsichtsratsvorsitzender des Kaltenkirchener Wohnungsunternehmens Bauverein.

 Ehrenamtlich engagiert sich der Bänker ebenfalls. Seit vielen Jahren gehört er den Rotariern an, die sich für soziale Projekte engagieren. Auch sitzt Fuhlendorf im Ehrenrat des Sportvereins Kaltenkirchener Turnerschaft. Lange arbeitete er im Vorstand des örtlichen Gewerbevereins, des Kaltenkirchener Ringes, und im Stadtmarketing mit. So ist es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass die Kaltenkirchener Bank auch immer einen der innovativsten Stände auf der alle zwei Jahre vom Ring ausgerichteten Gewerbemesse unterhält.

 Johann Fuhlendorf ist mit seiner Ehefrau Monika verheiratet und hat eine erwachsene Tochter, die auch bei einer Bank beschäftigt war. „Doch jetzt hat sie in eine andere Branche gewechselt. Sie wollte mal etwas Neues machen.“ Die Fuhlendorfs wohnen in Kaltenkirchen, nachdem die Familie lange in Wakendorf II beheimatet war.

 Trotz der vielen Arbeit nimmt sich der Bankvorstand die Zeit für Hobbys, zu denen das Kochen gehört. Da zeige er beachtliche Fähigkeiten, wie seine Tochter einer großen Gästeschar beim 60. Geburtstag ihres Vaters verriet. Zudem plauderte sie aus, dass er ein leidenschaftlicher Griller sei.

 Ans Aufhören denkt der Unternehmer des Jahres noch lange nicht. Sein Vertrag als Vorstand läuft bis zum regulären Rentenbeginn. Vorher Schluss machen will Fuhlendorf auf keinen Fall. „Dafür macht mir die Arbeit einfach viel zu viel Spaß.“

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