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Ein Lichtassistent fürs Auto

Kaltenkirchener Ingenieur Ein Lichtassistent fürs Auto

Sehen und gesehen werden ist für Autofahrer im Straßenverkehr lebenswichtig. Das weiß auch der Kaltenkirchener Diplom-Ingenieur Nic Pohlmann, der ein Gerät entwickelt hat, das den Fahrzeuglenker mittels Lichtsignalen warnt, rechtzeitig sein Fahrlicht einzuschalten.

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So wie auf dem Armaturenbrett dieses VW Käfers kann der Skylux-Lichtassistent einfach und problemlos mit einer Magnethalterung vor der Windschutzscheibe eines jeden Autos befestigt werden.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Ein wichtiges Equipment beim Erkennen anderer Fahrzeuge – besonders bei schlechtem Wetter, Dämmerung oder Dunkelheit – ist die Beleuchtung. Doch einige Autofahrer, besonders Besitzer älterer Fabrikate, schalten ihre Scheinwerfer viel zu spät ein. Diesen Missstand hat Pohlmann bereits Anfang der 1990-er Jahre erkannt und einen sogenannten Lichtassistenten entwickelt, der jetzt serienreif ist.

 Der findige Tüftler stellte nun sein über Jahre stets weiterentwickeltes und verfeinertes Assistenzsystem, Skylux II WE, offiziell vor. Das Warngerät ist etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel.

 Pohlmann hat dafür eine europaweite Markteinführung für den Herbst geplant. Bis dahin konnte der Kaltenkirchener den CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann aus Seth, auch Sprecher des Verkehrsausschusses der CDU/CSU Bundestagsfraktion für Verkehrssicherheit und Straßenverkehr, als einen von mehreren Dauertestern gewinnen. „Der Skylux kann von jedem Autofahrer völlig problemlos selbst im Fahrzeug angebracht werden. Es ist kein Eingriff in die Fahrzeugelektrik notwendig. Das Gerät wird mit einer Magnethalterung auf dem Armaturenbrett vor der Windschutzscheibe befestigt. Die Lebensdauer der Batterie beträgt vier bis fünf Jahre“, erklärte Pohlmann.

 Die Funktionsweise des Lichtassistenten ist denkbar einfach. Im Innern des Warngeräts installierte Lichtsensoren erkennen sich verändernde Wetterverhältnisse wie Regen, Nebel, Schnee, Dämmerung, Dunkelheit und senden diese Signale an eine von Pohlmann entwickelte Software, die im Gerät installiert ist. Die Software wiederum sendet diese Signale an eine an der Front des Lichtassistenten angebrachte Instrumententafel (LCD-Modul) in den Ampelfarben rot, gelb und grün. Wenn die Ampelfarbe von grün auf gelb oder sogar rot wechselt, sollte der Pkw-Lenker sofort die Scheinwerfer einschalten.

 Ein weiterer Clou seiner Eigenentwicklung sei, dass der Skylux in jedem Fahrzeug, egal welchen Baujahrs oder Fabrikats, befestigt werden könne. Wie der europaweite Vertrieb von Pohlmanns Erfindung genau erfolgen soll, sei noch nicht endgültig entschieden. „Es laufen zurzeit noch nicht völlig abgeschlossene Verhandlungen mit einer Optikerkette. Weitere Absatzwege werden zurzeit von mir noch entwickelt“, so Pohlmann.

 Fest stehe jedoch bereits, so der Tüftler, der Preis für einen Skylux-II-WE-Lichtassistenten. „Er wird deutlich unter 40 Euro liegen.“

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