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Vom Wohnpark bis zu Einbrüchen

Kaltenkirchener Stadtteilgespräch Vom Wohnpark bis zu Einbrüchen

Ein Schlaglicht auf das, was zur Zeit in Kaltenkirchen von Belang ist, warf das Stadtteilgespräch mit Bürgermeister Hanno Krause im DRK-Seniorenzentrum. Nachfragen aus dem Publikum gab es zu steigenden Einbruchszahlen. Krause referierte unter anderem über Bauprojekte.

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85 Besucher kamen zum Stadtteilgespräch mit Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause ins DRK-Seniorenzentrum an der Straße Krauser Baum.

Quelle: Alexander Christ

Kaltenkirchen. Die seit Jahren zunehmende Zahl der Einbrüche in der Stadt sei in der Tat eine unerfreuliche Entwicklung, erklärte der Bürgermeister. Doch die personellen Ressourcen der Polizei reichten einfach nicht aus, um die Situation besser in den Griff zu bekommen. Er empfahl den Bürgern, ihre Eigenheime durch den Einbau von Sicherheitstechnik einbruchssicherer zu machen.

 In Kaltenkirchen würden nach derzeitigen Schätzungen in diesem Jahr gut 300 Neuankömmlinge aus Krisenregionen der Welt erwartet, sagte Krause. „Die Unterbringung dieser Menschen stellt für uns eine große Herausforderung dar,“ räumte er ein, „einig sind wir uns darüber, dass die Stadt hier dezentrale Unterkunftslösungen anstrebt.“ Wie schwierig das ist, zeigt die Tatsache, dass die Stadt das Containerdorf im Freizeitpark deutlich vergrößern wird und die ehemalige Tennishalle an der Schirnau derzeit als provisorische Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge nutzt.

 Als eines der wichtigsten Neubauvorhaben nannte Krause die Umgestaltung des Geländes der ehemaligen Paracelsus-Klinik an der Alvesloher Straße. Dort wird die Deutsche Reihenhaus AG eine Reihenhaussiedlung mit 166 Wohneinheiten im sogenannten Wohnpark am Zeisigring errichten. Heute erfolgt der erste symbolische Spatenstich, nachdem die Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Klinik nun fast abgeschlossen sind „Die Reihenhaussiedlung ist ein wichtiger Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums für junge Familien, aber auch für ältere Menschen“, sagte der Bürgermeister. Die Preise für die Immobilien liegen zwischen 145000 und 199000 Euro.

 In die neue Feuerwehrwache an der Süderstraße werden rund 9,3 Millionen Euro investiert. „Ich gehe davon aus, dass sie im Oktober bezugsfertig ist“, sagte Bürgermeister Krause. Zudem gebe es bereits Pläne, was mit dem derzeitigen, aus dem Jahr 1974 stammenden Feuerwehrhaus am Kisdorfer Weg geschehen soll, sagte Krause: „Wir verhandeln derzeit mit der AKN, die das Gebäude als Reparaturwerkstatt für ihre Züge und Waggons nutzen könnte.“

 Erfreut zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass die Lebensmittel-Discounter-Kette Penny an der Straße Kretelmoor schon bald eine Filiale errichten will. Sie entsteht auf dem Gelände, auf dem bis vor wenigen Jahren ein Edeka-Markt stand, der allerdings wegen seines maroden Zustands abgerissen wurde. Im Umkreis von 500 Metern rund um den künftigen Penny-Markt leben rund 4000 Menschen. Sie könnten viele ihrer Einkäufe nun quasi vor der Haustür erledigen und sich somit den Weg ins Stadtzentrum sparen. „Wir haben mit mehreren Investoren, unter anderem auch mit Edeka, verhandelt,“ berichtete Krause. Doch die Gespräche scheiterten, weil Edeka nur noch Märkte baut, die mindestens 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Und das ist an diesem Standort leider nicht möglich.“

 Verärgert zeigte sich Krause über das Verhalten mancher Hundebesitzer, die beim Gassi gehen die übel riechenden Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge nicht wieder wegräumten. „Jeder Hundebesitzer kann sich vor einem Spaziergang eine Tüte in die Tasche stecken, um nach Verrichtung der Notdurft den Haufen in einem Abfallkorb ordentlich zu entsorgen. Warum das nicht geschieht, ist für mich unbegreiflich“, monierte Krause.

 Nach dem dreieinhalbstündigen Gespräch mit den rund 85 Gästen betonte der Bürgermeister, wie wichtig ihm die regelmäßigen Zusammenkünfte mit Bürgern bei diesen Stadtteilgesprächen seien: „Ich habe bei meinem Amtsantritt versprochen, dem Bürger stets nahe sein zu wollen. Bei solchen Treffen mit den Einwohnern unserer Stadt gibt es keine Tabuthemen, und jeder hat die Möglichkeit, Kritik zu äußern oder Anregungen einzubringen.“ Drei weitere Stadtteilgespräche sind für dieses Jahr noch vorgesehen.

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