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Neuer Job in schwieriger Lage

Kreisverwaltung Segeberg Neuer Job in schwieriger Lage

Karin Grandt (57), die neue starke Frau in der Segeberger Kreisverwaltung, nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Tendenzen seien „katastrophal“, das Arbeitsfeld schwierig. Trotzdem übernahm sie am 1. Juni die Leitung des Fachbereichs III, der pro Jahr rund 200 Millionen Euro ausgibt und rund 200 Beschäftigten Arbeit gibt.

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Karin Grandt (57) leitet den größten Bereich der Segeberger Kreisverwaltung – für Jugend, Soziales, Bildung und Gesundheit.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Am Dienstag stellte sie der Presse sich und ihr Arbeitsfeld vor. Grandt und ihre Teams kümmern sich um Menschen mit Behinderung, die ins Leben eingegliedert werden sollen. Um Unterkünfte für arme Familien. Um Hilfe zur Pflege. Um Grundsicherung für alte Menschen. Um Jugendhilfefälle. Um Kinderbetreuung. Alles Felder, bei denen die Aufgaben und die Ausgaben stetig wachsen. „Es gibt zunehmend ältere Menschen und zunehmend Hilfsbedürftige“, sagt Grandt.

 Über alle Altersstufen gerechnet kämpft fast jeder fünfte Mensch mit einer oder mehreren Behinderungen. Es sei auch schwer, geeignetes Fachpersonal zu finden, sagt Grandt. Und es zu halten. In manchen Abteilungen gebe es viele Wechsel.

 Die Arbeitsbelastung spürt vor allem das Kreissozialamt. Es hat gerade erst seine Öffnungszeiten eingeschränkt, um all die aufgelaufenen Fälle besser abarbeiten zu können.

 Grandt tritt die Nachfolge von Dr. Georg Hoffmann an, der in Pension geht. Neu zugeschlagen wurde dem Fachbereich Jugend, Soziales und Bildung jetzt auch das Arbeitsgebiet Gesundheit. Insgesamt 70 Prozent des Kreishaushalts werden in Grandts Fachbereich bewegt.

 Für hervorragend geeignet hält sie Landrat Jan Peter Schröder. „Sie ist für uns ein Glücksfall.“ Denn Grandt ist vielseitig ausgebildet. Studiert hat die Rheinland-Pfälzerin Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Sie arbeitete im Saarland, führte ein Jugendamt. Wegen der Arbeit musste sie oft zu Gericht. Dort fand sie Gefallen an der Juristerei. Nach einem Rechtsstudium arbeitete sie als Anwältin, ab 2003 in Pinneberg als Justitiarin im öffentlichen Dienst. 2011 übernahm sie die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung Segeberg, 2012 die Zentrale Steuerung. Da sie Angestellte und nicht Beamtin ist, kann sie jetzt nicht auch die Verwaltungsstellvertretung des Landrates übernehmen. Diese Aufgabe ist Kreisbaudirektor Thomas Falck übertragen worden.

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