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Abbruch: Sicherheit ging vor

Karl-May-Spiele Abbruch: Sicherheit ging vor

Das titelgebende Gewässer präsentierte sich zur Halbzeit der Karl-May-Premiere von „Der Schatz im Silbersee“ als schlammig-braune Brühe, die das innere Rund der Arena überflutete. Die Aufführung wurde abgebrochen. Die Entscheidung stieß im enttäuschten Publikum auf Verständnis.

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„Sicherheit geht vor, da konnte ja kein Pferd mehr laufen“, bekräftigt Wolfgang Völz (rechts) aus Lübeck die Entscheidung. „Dann sehe ich mir das nächstes Mal alles von vorne an“, ergänzt Leon Völz. Mama Steffi und Oma Cathrin sind dabei.

Quelle: Andreas Wicht

Bad Segeberg. Die Ansage aus dem Leitstand, die Vorstellung müsse aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, kam dann auch für diejenigen einer kleinen Erlösung gleich, die bis dahin tapfer auf ihren Plätzen ausgeharrt hatten. Vor allem den Pferdekennern im Publikum war längst klar, dass die Bedingungen für die Tiere lebensgefährlich geworden waren. „Sicherheit geht vor, da konnte ja kein Pferd mehr laufen“, meinte Wolfgang Völz aus Lübeck. Seine Familie trug es mit Fassung: „Macht gar nichts! Dann sehe ich mir das nächstes Mal alles ganz von vorne an“, ließ sich Leon Völz die gute Laune nicht verderben. Er wird mit Mama Steffi und Oma Cathrin das Angebot der Kalkberg GmbH annehmen, sein Ticket in einer anderen der insgesamt 72 Vorstellungen einzulösen.

 Das kündigten am Abend der Premiere auch Petra Vogl und Mandy Aschenbrenner aus Rosenheim an. „Unsere Eintrittskarten lösen wir einfach morgen nochmal ein und genießen dann den Rest“, erklärten die Freundinnen, die schon den langen Weg aus dem oberbayrischen Alpenvorland nicht gescheut hatten. Was sie von der neuen Inszenierung gesehen haben, finden sie „großartig“.

 In dasselbe Horn stieß auch Alex Bultmann: „Das war ein Auftakt nach Maß“, lobte der Hamburger die erste Halbzeit. „Die Aufführung hat mir gut gefallen, aber der Abbruch erfolgte zu Recht.“

 Er komme bereits seit 1979 zu jeder Premiere und zu jeder letzten Vorstellung an den Kalkberg, berichtete Uwe Vanselow aus Flensburg. Seine heutige Frau Iris sei später dazugekommen: „Inzwischen versäumen wir keine neue Inszenierung.“ Als „glühende Fans der Karl-May-Spiele“ outeten sich auch Magalie Michalak aus Hamburg, die wie ihre Freundin Kerrin Lenz aus Bonn gebürtige Bad Segebergerin ist. „Wir treffen uns jedes Jahr, um Winnetou zu sehen.“

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