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Lange Schlangen vor Winnetou

Karl-May-Spiele Lange Schlangen vor Winnetou

Mehrere Hundert Fans nahmen bei Möbel Kraft lange Wartezeiten in Kauf, um den Stars der aktuellen Karl-May-Inszenierung „Der Schatz im Silbersee“ ganz nah zu kommen. Winnetou (Jan Sosniok), Old Shatterhand (Till Demtrøder) und etliche andere Darsteller erfüllten geduldig alle Autogramm-Wünsche.

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Lara Beetz (10) aus Bad Segeberg (rechts) hatte sich mit ihren Eltern und Großeltern für die Autogrammjagd bei Möbel Kraft aufgeteilt. Die signierte Bildkarte von Susan Sideropoulos alias Ellen Patterson (Mitte), die zusammen mit Domenic Christian (rechts) und Jacqueline Zahn (links) unermüdlich und charmant Autogrammkarten für ihre Fans schrieb, holte sich die Zehnjährige allerdings selbst.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. „Bitte ein Autogramm für Jean-Luca!“ „Kann ich ein Foto von uns machen?“ Fragen und Wünsche prasselten am Sonnabend nur so ein auf das Ensemble der Karl-May-Spiele. Vor den Ständen unter den blauen Schirmen hatten sich schon lange vor Beginn der Autogrammstunde um 12 Uhr lange Schlangen gebildet. „Ich war schon um halb acht heute Morgen hier“, erzählte etwa Claudia Haekler. Die Hamburgerin ist ein großer Karl-May-Fan und traf zum ersten Mal auf Jan Sosniok. „Ich bin immer noch ganz aufgeregt“, berichtete sie, nachdem er ihr nach Stunden des Wartens sein handsigniertes Kärtchen überreicht hatte.

 Für gute Laune sorgte vor allem Till Demtrøder an seinem Stand. Der Schauspieler mit den strahlend blauen Augen, vielen Fans aus der NDR-Serie „Großstadtrevier“ bekannt, wirkte heiter und gelassen, nahm sich Zeit und scherzte mit den Fans herum. Mit ganz viel Charme signierte auch Susan Sideropoulos unermüdlich eine Autogrammkarte nach der anderen. Gleich tat es ihr der Bösewicht im neuen Stück, Oliver Stritzel, der entgegen seiner Rolle sympathisch dem Ansturm begegnete. Auch Möbel-Kraft-Geschäftsführer Günther Loose und Hausleiter Peter Kruse ließen es sich nicht nehmen, dem Spektakel vor ihrem Möbelhaus zuzuschauen. Beide freuten sich über den gewohnt großen Ansturm und über das angenehme Wetter. Im letzten Jahr war es so heiß gewesen, dass das Kraft-Team Fächer verteilte und mit Unmengen von Wasserflaschen für Abkühlung der Fans sorgen musste.

 Viel Spaß hatten auch fünf Freundinnen aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Gruppe aus dem Großraum Schwerin war auf Einladung von Elke Weiß nach Bad Segeberg gereist. Die Rastowerin hatte vor kurzem ihren 55. Geburtstag gefeiert, ist seit vier Jahren ein waschechter Karl-May-Fan und reist mehrmals im Jahr in die Kalkbergstadt zu den Spielen. „Die Autogrammstunde ist ebenfalls Pflicht“, erklärte sie. Für ihre Freundinnen Andrea Lüdtke, Regina Dösche, Heike Rotsch und Karola Beckmann war es der erste Besuch in Bad Segeberg. Das Quintett war am Freitagabend in der Aufführung im Kalkbergstadion. „Es hat zwar geregnet“, erzählten sie. Aber es sei trotzdem „ganz toll“ gewesen. Natürlich fuhren die Schwerinerinnen nicht ohne alle Autogrammkarten der Karl-May-Darsteller und einen ausgedehnten Stadtbummel wieder in Richtung Heimat zurück.

 Auffällig war auch die Familie Schnoor-Simon aus Hamburg. „Wir sind absolute Karl-May-Fans“, erklärten Rici Simon und Limb Schnoor, die im schwarzen Cowboy-Outfit mit Sohn Leland (6) aus Langenhorn zur Autogrammstunde nach Bad Segeberg gekommen waren.

 Nach einer Stunde machte sich das Karl-May-Ensemble wieder auf den Weg ins Freilichttheater. Viele der Fans von weiter her nutzen natürlich die Gelegenheit und besuchten noch am gleichen Tag die Vorstellung. Dort sahen sie ihre Helden dann in Aktion wieder.

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