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Neues Office für den Sheriff

Karl-May-Spiele Neues Office für den Sheriff

Die Kalkberg GmbH investiert kräftig in Erscheinungsbild und Funktionalität des Theaters. Allein für den ersten Bauabschnitt werden laut Geschäftsführerin Ute Thienel rund 325000 Euro ausgegeben.

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So soll das für 2017 vorgesehene Verkaufsgebäude aussehen.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Im Blickpunkt stehen das alte „Sheriff’s Office“ links hinter dem Eingang und die ein paar Meter weiter rechts liegende Schmuckhütte. Sie wurden bereits vor über 30 Jahren errichtet. „Beide Gebäude sind sehr instandhaltungsbedürtig“, sagt Ute Thienel. Aus diesem Grunde habe man sich Gedanken darüber gemacht, ob ein Neubau sinnvoller sei als eine Sanierung – und sei zu dem Ergebnis gekommen, das Entrée des Freilichttheaters grundsätzlich neu zu ordnen.

 Zwischen dem Eingangstor und den Zuschauertribünen befindet sich eine große Freifläche mit einem Bodenmosaik in Form des großen Indianerkopfes vom Logo der Karl-May-Spiele. Diese Freifläche würde allerdings noch deutlich großzügiger wirken, wenn dort nicht die beiden alten Holzhütten stehen würden – und deshalb kommen sie nun weg. Die Planungen hat der Bad Segeberger Architekt Klaus Eggers vom Büro BAS vorgenommen.

 Das Sheriff’s Office wird etwas weiter links neu gebaut und steht damit nicht mehr im Weg. Zusätzlicher Vorteil: Es wird größer und bietet somit mehr Platz als Stützpunkt für die 19 Karl-May-Ordner und die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die dort ihren Sitz haben. Die Ordner bekommen 26 statt nur knapp 7 Quadratmeter, das DRK kommt künftig auf 45 statt 18 Quadratmeter. Es werden drei Einzelbehandlungszimmer und ein Gemeinschaftsraum gebaut.

 Ebenfalls in das Haus integriert wird ein neuer „Service-Point“, an dem sich Besucher bei Fragen oder Sitzplatz-Problemen melden können. Weil das Gelände abschüssig ist und man dafür ohnehin einen baulichen Ausgleich des Niveaus schaffen müsste, lässt Ute Thienel einen Teil des Hauses unterkellern. Auf 41 Quadratmetern werden Umkleideräume für die Ordner und Lagerflächen geschaffen. Hinzu kommen zwei eigene Toiletten für Sanitäter und Ordner, die bisher die öffentlichen Klos gleich nebenan genutzt haben.

 „Das Ganze wird im Westernstyle gebaut“, erklärt Ute Thienel. Derzeit laufen die Arbeiten am Kellergeschoss. Wenn Anfang Mai das erste Großkonzert über die Bühne geht, soll das „Sheriff’s Office“ fertig sein. Dessen Eingang wird an einer Ecke liegen, die im Vorbeigehen zu den Tribünen sofort ins Auge fällt.

 Bis ins nächste Jahr wird sich der zweite Bauabschnitt ziehen. Er befindet sich laut Ute Thienel noch im Planungsstadium und bedarf einer Bebauungsplan-Änderung durch die Stadtvertretung (siehe unten links). Idee ist, einen provosorischen Verkaufsstand durch ein schickeres und praktischeres Gebäude zu ersetzen. Der Stand liegt an der hinteren Seite der Tribünen in Höhe von „Block G“.

 Geplant ist ein teilweise zweigeschossiges Gebäude, das Platz für zwei jeweils 25 Quadratmeter große Läden mit typischer Saloon-Schwingtür bieten soll. Dort sollen indianischer Silberschmuck und ein Sortiment an Spielwaren angeboten werden – die Dinge, bei denen die Karl-May-Fans gern ein wenig stöbern. In der Mitte zwischen den Läden soll es einen offenen Verkaufsstand für Programmhefte, Autogrammkarten und andere Kleinigkeiten geben, die im Vorbeigehen gekauft werden.

 „Wir haben dann mehr Verkaufsflächen, schaffen auf dem Platz aber zusätzlichen Freiraum und optimieren die Besucherströme“, sagt Ute Thienel. Auf der Galerie des neuen Verkaufshauses kann sie sich das Gastspiel einer Live-Band bei der Premiere vorstellen.

 In der Saison 2016 bleibt die alte Schmuckhütte aber noch stehen, da die Änderung des B-Plans noch einige Monate in Anspruch nehmen wird. Die Kosten für das Vorhaben müssen noch ermittelt werden.

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