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Der Wilde Westen läuft sich warm

Karl-May-Spiele Der Wilde Westen läuft sich warm

Die Büchse für den ersten Schuss der Saison 2016 ist gespannt. Heute in genau einer Woche soll er am Kalkberg fallen. Abfeuern dürfte ihn im neuen Stück „Der Schatz im Silbersee“ – wie meistens – einer von den Bösen.

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Ein Mann, der ja schließlich nicht ganz ohne Grund Old Shatterhand genannt wird: Der 49-jährige Till Demtrøder spielt Winnetous schlagkräftigen Blutsbruder in der neuen Inszenierung von „Der Schatz im Silbersee“.

Quelle: Sönke Ehlers

Bad Segeberg. Und es wird ganz sicher nicht der letzte Knalleffekt gewesen sein. Am Freitag präsentierten die Karl-May-Spiele im Freilichttheater schon einmal erste Szenen der Inszenierung, die am nächsten Sonnabend dort Premiere feiert. Neben Jan Sosniok als Winnetou reiten und schießen dann die Gaststars Till Demtrøder als sein Blutsbruder Old Shatterhand, Oliver Stritzel als skrupelloser Cornel Brinkley und Susan Sideropoulos als junge Ingenieurin Ellen Patterson.

Zum neunten Mal seit ihrer Gründung im Jahre 1952 zeigt die Kalkberg GmbH das wohl berühmteste Abenteuer aus der Feder Karl Mays. Damit Ensemble und Publikum auch in der 65. Spielzeit die bestmöglichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gesamtpaket vorfinden, wurde in Bad Segeberg erneut ordentlich Geld in die Hand genommen: „Wir haben allein 200000 Euro in das Bühnenbild investiert“, erklärte Geschäftsführerin Ute Thienel. Zentrale Elemente sind eine Westernstadt, eine Eisenbahn-Baustelle und natürlich der Silbersee. Eine weitere halbe Million Euro seien ins Theater selbst und die Anlage am Karl-May-Platz geflossen. Unter anderem gibt es nun ein ganz neues „Sheriff’s Office“ für den Ordnungsdienst und das Personal.

200.000 Zuschauer, um auf Null zu kommen

Die Produktion, in der Sosniok zum vierten Mal in Folge den edlen Apachenhäuptling gibt, kostet laut Ute Thienel insgesamt 4,6 Millionen Euro. Rund 200000 zahlende Besucher müssen bis zum 4. September in die 72 Vorstellungen kommen, damit die Kalkberg GmbH schwarze Zahlen schreibt. Mit dazu beitragen sollen neben den neu verpflichteten bekannten Namen auch zwei echte Publikumslieblinge und Erfolgsgaranten vergangener Jahre: die beiden Allzweckwaffen Joshy Peters in der Rolle des Missouri-Blenter und Nicolas König als Häuptling Ovuts-Avaht, der Große Wolf.

Dass gestern bei der „kleinen Premiere“, wie Regisseur Norbert Schultze jr. es ausdrückte, längst noch nicht alles klappte, nahmen die Verantwortlichen gelassen. „Bei Tieren muss man eben mit allem rechnen“, kommentierte der 73-Jährige etwa den Unwillen des Adlers, den am Marterpfahl gefesselten Winnetou zu befreien. Es bleiben ja noch sieben Tage Zeit, an den Details zu feilen. Und von den insgesamt 18 Bildern wurden auch nur sieben gezeigt. Die Messlatte liegt jedenfalls wieder extrem hoch: Die 64. Saison der Karl-May-Spiele war nämlich erneut mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen. Rund 347000 Zuschauer sahen das Abenteuer „Im Tal des Todes“. Zuvor hatte die Kalkberg GmbH bereits 2014 mit „Unter Geiern“ (knapp 330000) und 2013 mit „Winnetou I (gut 322000) Bestmarken setzen können.

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