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"Katastrophe" für Fallschirmclub

Flugplatz Hartenholm "Katastrophe" für Fallschirmclub

„Was hier läuft, ist eine absolute Katastrophe,“ sagt Jörn Papke. Er ist Betreiber der Albatros Fallschirmsport GmbH auf dem Flugplatz Hartenholm und spricht von einer existenzbedrohenden Situation. Weil der Flugbetrieb untersagt ist, sind auch keine Fallschirmsprünge möglich.

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Vergebliche Werbung: Fallschirmsprünge sind am Flugplatz Hartenholm derzeit nicht möglich.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Hasenmoor. Ute Bode aus Kiel wollte ihrem Enkel Mirco zum Geburtstag eine besondere Freude machen und schenkte ihm einen Gutschein für einen Tandem-Fallschirmsprung auf dem Flugplatz in Hasenmoor, den sie im September letzten Jahr erwarb.  Wegen der Sperrung des Flugplatzes kann der 18-jährige Mirco seinen bezahlten Sprung aber nicht absolvieren.

Der Kielerin und ihrem Enkel wurde als Alternative der Platz in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern angeboten, der rund 150 Kilometer von Hasenmoor entfernt liegt. „Da möchten wir aber nicht hin“, sagt die 67-jährige Rentnerin. Deshalb wollte sich die Kielerin die 199 Euro, die der Gutschein gekostet hat, wieder auszahlen lassen.  „Man wollte mir vom Albatros-Fallschirmsport-Club aber nur 159 Euro erstatten“, beklagt Ute Bode. Begründung war, dass der Verein auch nichts dafür könne, dass der Flugplatz gesperrt worden ist. Schließlich sei auch ein Alternativsprung angeboten worden.

Die Sperrung des Flugbetriebes ist für Albatros-Chef Papke unverständlich, nicht nachvollziehbar und das allerschlimmste Szenario für sein Unternehmen. Seit 20 Jahren habe es keine Probleme gegeben, sagt Papke. Er hofft, dass die Entscheidung, den Flugbetrieb zu sperren, revidiert wird.

Anfang März hatte die Flugaufsicht eine weitere Nutzung der Start- und Landebahnen in Hasenmoor untersagt. Die Begründung: Sie seien zu nahe an einem Waldstück gelegen. Der Baumbestand müsse zum Teil entfernt werden, damit Flugzeuge sicher starten und landen können. Das Oberverwaltungsgericht in Schleswig hatte die Sperre bestätigt.  „Wir werden gegen die Entscheidung weiter vorgehen“, kündigte Stefan Hinners an, der Anwalt des Flughafenbetreibers.

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