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Wohnhausbrand löst Großeinsatz aus

Weede Wohnhausbrand löst Großeinsatz aus

Vorübergehend obdachlos wurden acht Menschen durch ein Großfeuer, das ein ehemaliges Bauernhaus in Weede zum Teil vernichtete. Mit einem Großaufgebot kämpften 15 Feuerwehren gegen die Flammen in dem großen Hauses mit mehreren Wohnungen an. Ein Mann wurde gerettet.

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Ein Brand eines Wohnhauses in Weede hat einen Großeinsatz der Feuerwehr mit 250 Einsatzkräften ausgelöst.

Quelle: Arne Mundt

Weede.  

Vermutlich war das Feuer am Freitag gegen 19.30 Uhr in einer Garage an der Ecke Dorfstraße/Mielsdorfer Straße ausgebrochen. Bei Schweißarbeiten an einem Auto in der Diele des alten Wohn- und Wirtschaftsgebäudes soll sich Benzin entzündet haben, hieß es vor Ort.

Eigene Löschversuche von Anwohnern schlugen fehl, die Feuerwehr wurde gerufen. Nachdem Einsatzleiter Bernhard Laas ankam, erhöhte er die Gefahrmeldung sofort auf „Feuer groß“ und alarmierte weitere Helfer. „Als wir ankamen, war nur Rauch zu sehen, wenig später schlugen Flammen aus dem Dach“, sagte er.

Insgesamt waren 260 Feuerwehrleute damit beschäftigt, den Brand zu löschen und ein Übergreifen auf Nachbargebäude zu verhindern. Knapp ein Viertel von ihnen trug Atemschutzgeräte. Die Feuerwehren aus Bad Segeberg und Wahlstedt schickten ihre Drehleiterzüge nach Weede. Es war einer der größten Einsätze der letzten Jahre im Segeberger Umland. 

„Die meisten Sorgen machte uns der Brand in der Zwischendecke“, berichtete Feuerwehrsprecher Sönke Möller. Dort hatten sich Heu- und Strohreste angesammelt, sodass das Feuer reichlich Nahrung fand. Mit Motorsägen öffneten Feuerwehrleute die Zwischenböden und löschten die Brandnester ab. Auch Teile des mit Wellblech gedeckten Daches nahmen sie mit Einreißhaken auf. Anderen Feuerwehrleuten gelang es Gasflaschen aus der Diele herauszuholen 

Zur Zeit des Brandes befand sich noch ein Mann in seiner Wohnung im Gebäude. Er wurde von den Helfern gerettet. Andere Bewohner hatten das Haus selbst verlassen und wurden zunächst ins Sportlerheim Weede gebracht und dort betreut. Sie mussten für eine Nacht bei Familien im Dorf und in einem Hotel in Bad Segeberg unterkommen.

„Die Leute konnten bereits wieder in ihre Wohnungen“, sagte Laas am Sonntag. Es sei gelungen, den Wohnteil zu erhalten. Zwar seien einige Räume durch Wasser und Rauch in Mitleidenschaft gezogen, doch die Sperrung des Gebäudes sei aufgehoben worden. Der ehemalige Wirtschaftsteil sei nicht mehr zu retten gewesen. 

Auch die Feuerwehrleute wurden im Sportlerheim versorgt. „Wir haben Brote geschmiert und spontan Kaffee gekocht“, sagte Anwohner Ingo Pophal. Zusammen mit mehreren Frauen hat er stundenlang die Getränke und Brote an die Rettungskräfte verteilt.

Nachdem sich die Lage immer mehr entspannte, wurden nach und nach einzelne Wehren nach Hause geschickt. Die Weeder waren noch die ganze Nacht mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. „Wir konnten erst am Sonnabend um 12.30 Uhr Schluss machen“, sagte stellvertretender Wehrführer Bernhard Laas. Wichtig ist ihm, dass bei so vielen Leuten auf engstem Raum niemand zu Schaden gekommen ist. „Die Koordination der vielen Einsatzkräfte klappte hervorragend, in kürzester Zeit lief alles in geregelten Bahnen.“ Er lobte die schnelle und unkomplizierte Versorgung der Brandschützer durch die Weeder mit Getränken und belegten Broten. „Da zeigt sich wieder mal die tolle Dorfgemeinschaft“, sagte Sönke Möller.

Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes waren außerdem das Rote Kreuz mit elf Leuten und die Polizei mit zehn Beamten vor Ort. Über die Höhe des Sachschaden konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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