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Mit dem Weltmeister am Tisch

Kicker-Turnier in Geschendorf Mit dem Weltmeister am Tisch

Ein kurzer Dreh, mit dem Fuß der Spielfigur gestoppt, Schuss, Tor! Björn Brose aus Hamburg, dreifacher Weltmeister im Mixed, zeigte den Teams vor dem Start des dritten Kicker-Turniers der Feuerwehr Geschendorf die hohe Kunst des Kickens an vier drehbaren Stangen.

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Vor dem Start des Turniers im Geschendorfer Feuerwehrhaus spielten die Titelverteidiger Sebastian Benner (von links) und Marcus Körkemeier aus Blunk zum Aufwärmen mit dem mehrfachen Tischkicker-Weltmeister Björn Brose.

Quelle: Alexander Christ

Geschendorf. „Spiele am Tischkicker sind ein Mix aus Schnelligkeit, Konzentration, Spielintelligenz und ausgefeilter Technik“, erklärte der 39-jährige Familienvater. Absolut tabu bei Turnieren sei das wilde Drehen der an den Stangen befestigten Minikicker. „Erlaubt ist ein Überschlag vor und einer nach dem Schuss. Wer darüber hinaus mehrfach dreht, wird bei Turnieren sofort disqualifiziert.“

 Wichtig sei auch die richtige Schusstechnik, ebenso wie ein ausgefeiltes System der Abwehr- und Angriffsfolgen. „Bei den Schusstechniken gehört der sogenannte Jet zu den beliebten Varianten. Hierbei wird der Ball unter den Fuß eines Angreifers geklemmt und zum Stillstand gebracht. Dann erfolgt ein gezielter, aus dem Handgelenk angetriebener Schuss“, erklärt Brose.

 Ein weiterer bei Tischkicker-Profis beliebter Spielzug ist der Abroller. Hierbei wird die Stange mit der Handfläche geführt, über die Ausholen und Beschleunigung gesteuert werden. „Bei Turnieren trage ich stets Handschuhe mit Profil auf der Handinnenfläche und stülpe dehnbare Gummirohre über die Griffe meiner Stangen. Das beschleunigt die Bewegungen und verhindert ein Abrutschen durch nasse Hände“, verriet Brose.

 Worauf es beim Kauf eines Tischkickers ankommt, hänge von den eigenen Ansprüchen der Spieler ab, sagt der Champion. Billige Spieltische gebe es bereits für weit unter 100 Euro. Bessere Tischkicker starten bei Tischen, die ab 200 Euro kosten.

 Wie gut Brose auch nach derzeit dreijähriger Pause vom Wettkampfalltag von nationalen und internationalen Tischkicker-Turnieren ist, erlebten die Geschendorfer Vorjahressieger Sebastian Benner und Marcus Körkemeier aus Blunk beim dritten Turnier der Feuerwehr Geschendorf im Feuerwehrhaus. Kaum war der Ball im Spiel, klingelte es schon das erste Mal im eigenen Kasten. Auch der danach eingeleitete Angriffsversuch scheiterte an der stabilen Abwehr von Brose, der dann nach einer Kombination aus Abroller und Jet den Ball zum nächsten Treffer ins gegnerische Tor hämmerte.

 Doch von dieser Lehrstunde ließen sich Körkemeier und Benner nicht irritieren. Beim anschließenden Turnier ließ das Duo den anderen Teams keine Chance. Es kickte sich souverän über die erfolgreich überstandene Vorrunde bis ins Finale, aus dem es ebenfalls als Sieger hervorging. Die beiden setzten sich in zwei Gewinnsätzen gegen ihre Kontrahenten Jörg Ohm und Jan-Erik Heyn aus dem Pronstorfer Ortsteil Reinsbek durch.

 Organisiert worden war das Tischkicker-Turnier von den beiden Mitgliedern des Festausschusses der Feuerwehr Geschendorf, Thorben Wendt und Heino Boekhoff.

 Ob es im kommenden Jahr eine Neuauflage des Turniers gibt, ist noch unsicher. „Geschendorf feiert 2017 das 700-jährige Bestehen der Gemeinde. In die Planung und den Ablauf der Feiern ist auch die Feuerwehr stark eingebunden“, sagte Wendt. „Über ein Turnier im nächsten Jahr sprechen wir in den kommenden Wochen im Vorstand.“

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