15 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Kinder fragten ihre Bürgermeister

Bad Bramstedt Kinder fragten ihre Bürgermeister

Wann wird in der Kirche über schwarze Autos, Hamster und Geldbeschaffung gesprochen? Wenn Kinder das Sagen haben. Oder genauer: Wenn sie Fragen stellen dürfen, wie am Mittwoch in der Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Bramstedt bei einem Gottesdienst zum Weltkindertag.

Voriger Artikel
Malen für jedermann
Nächster Artikel
Gäste am Städtischen Gymnasium

Die Kitakinder aus und rund um Bad Bramstedt feierten den Weltkindertag mit einem Gottesdienst. Pastor Rainer Rahlmeier verrieten sie ihre Wünsche für die Kinder der Welt, wie Gesundheit, immer genug Spielzeug und Essen und die Möglichkeit zur Schule zu gehen.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Die evangelischen Kitas des Kirchenkreises Altholstein und die Kirchengemeinde Bad Bramstedt veranstalteten diesen Tag. Fast alle Kitas aus Bad Bramstedt und Umgebung sowie eine dritte Klasse der Storchennestschule waren beim Gottesdienst und dem anschließenden Kinderfest im Gemeindehaus Schlüskamp dabei. Gemeinsam wurden Lieder gesungen, Gebete gesprochen und Pastor Rainer Rahlmeier erklärte den Kindern, wie man sich richtig bekreuzigt.

Ein Höhepunkt war die Fragerunde an die anwesenden Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (Bad Bramstedt), Claudia Peschel (Hitzhusen), Gerd Sick (Wiemersdorf) und Stefan Gärtner (Weddelbrook) sowie an Bad Bramstedts Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt. Alle fünf setzten sich vor den Altar und beantworteten die vorbereiteten Fragen der Lütten. Von Annegret Mißfeldt wollten die Kinder wissen, welche Farbe ihr Auto hat: “Das ist schwarz“, und ob sie arbeitet: „Ich bin schon im Ruhestand, habe aber 44 Jahre lang in der Schule gearbeitet. Heute passe ich ehrenamtlich, also freiwillig, darauf auf, dass es dem Bürgermeister gut geht“.

Auch Hans-Jürgen Kütbach wurde in die Mangel genommen: „Magst du Kinder?“ war die erste Frage. Antwort: „Ja, sonst wäre ich nicht Bürgermeister geworden.“ Ob er Haustiere habe, wollte ein Fünfjähriger wissen: „Früher hatte ich einen Hamster, heute habe ich zu wenig Zeit für Haustiere.“ Was er denn den ganzen Tag so mache, interessierte die Kinder außerdem. Kurz und knapp erklärte der Bürgermeister: „Zwischen Aufstehen und abendlichen Sitzungen fahre ich durch die Gegend und gucke, was ich für Bad Bramstedt tun kann und wo ich vielleicht für Bad Bramstedt Geld auftreiben kann.“

Etwas schwerer hatte es da Claudia Peschel. Von ihr wollten die Kinder der Kita Hitzhusen unter anderem wissen, wann es wieder neue Spielgeräte gibt. „Das ist ja ’ne ganz gemeine Frage. Vielleicht muss ich mich mal mit Herrn Kütbach auf die Suche nach Geld begeben.“ Stefan Gärtner erklärte auf Nachfrage, dass er zwar backen kann, aber doch lieber kocht. Und Gerd Sick konnte den Kindern eine gute Nachricht mitteilen: Der Neubau der Krippe kann bald starten, die Genehmigung ist da.

„Der Weltkindertag, der unter dem Motto ,Kinder haben das Recht, frei zu lernen’ steht, ist ein guter Tag, um Kinder zu Wort kommen zu lassen und die Kirchen zu öffnen“, sagte Mitorganisatorin Anette Schneider vom Kirchenkreis Altholstein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3