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25 Jahre Jugendchor

Todesfelde 25 Jahre Jugendchor

Die Sängerinnen und Sänger der Kantorei Todesfelde, des Kinder- und Jugendchors sowie das Kammermusik-Ensemble waren beim Sommerkonzert glänzend aufgelegt. Mit ihm wurde in der Kirche Todesfelde das 25-jährige Bestehen von Kinder- und Jugendchor gewürdigt.

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Seit 25 Jahren besteht der Kinder- und Jugendchor. Aus diesem Anlass traten die Kinder zusammen mit Erwachsenen-Chor und Instrumentalisten zum Festkonzert an. Sie hatten zuvor eifrig geprobt.

Todesfelde. Mittlerweile in dritter Generation, wie Kirchenmusikerin Renate Stahnke in einer kurzen Ansprache berichtete, seien die jungen Sänger dabei. Dass Kinder wie Jugendliche Spaß an der Musik haben, wurde beim Konzert deutlich.

 Auf dem rund einstündigen Programm vor rund 120 Besuchern standen Psalmen-Vertonungen, unter anderem von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Sopranistin Ilme Stahnke, Tochter der Chorleiterin, brillierte vor allem mit ihrer Interpretation von Felix Mendelssohn-Bartholdys Psalm „Hör mein Bitten“.

 „Wer da gläubet und getauft wird, der wird selig werden“ ist eine kammermusikalisch gehaltene Bach-Kantate (BWV 37) nach Texten eines unbekannten Dichters, die der Barockmeister 1724 für Christi Himmelfahrt komponiert hatte und die die Kantorei klar, kraftvoll und wohl proportioniert präsentierte. Sehr schön waren die Rezitative und Arien für die Sopranstimmen, aber auch die wenigen Tenöre und Bässe entfalteten eine beeindruckende Intonation.

 Trotz kleiner Besetzung kam das begleitende Instrumentenensemble satt herüber. Die zwei Violinen (Larissa Blechmann, Peter Keichel), zwei Oboen (Olga Singer, Martin Friedemann), Bratsche (Hilla Krüger), Cello (Andrea Hartmann), Klarinetten (Inken Kowalewski, Monika Decher) und Orgel (Maike Zimmermann) musizierten in berührender Harmonie.

 Bach (1685-1750) und Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) treffen mit ihrer Musik direkt ins Herz. Die Worte Martin Luthers „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und auch der Hymnus „Hör mein Bitten“, den Mendelssohn 1844 unter dem Originaltitel „Hear my prayer“ in England vertonte, beweisen die Innigkeit in ihren Chorpassagen. Das Sopran-Rezitativ „Gott, hör mein Flehn“ trug Ilme Stahnke eindringlich vor, und es wurde ausdrucksvoll vom Chor aufgenommen. In Triolen schwebte ihre kristallklare Sopranstimme „O könnt ich fliegen wie Tauben dahin, weit hinweg vor dem Feinde zu fliehn“ passend zum Text durch das Kirchenschiff. Der Chor wiederholte diese Zeilen, bis er sich mit dem Sopran vereinte und in gefühlter Schwerelosigkeit endete.

 Renate Stahnke muss sich nicht um Nachwuchs in ihrer Kantorei sorgen. Der vierzehnköpfige Kinderchor und die zehn Mitglieder des Jugendchors überzeugten musikalisch und bezauberten mit einigen kleinen Kirchenliedern wie „Eine Handvoll Erde“ von Detlev Jöckers sowie mit dem Friedensappell von Karl Jenkins „I offer you peace“. Der große Chor hat 50 Mitglieder.

 Der starke Beifall am Ende des außergewöhnlichen Konzerts war verdient.

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