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Jede Menge Obst und Gemüse

„Kinderküche“ in Kisdorf Jede Menge Obst und Gemüse

Auch in den Ferien herrscht in der „Rappelkiste“, also in der Betreuten Grundschule Kisdorf, reger Betrieb. In dieser Woche beispielsweise war die Kinderküche des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein zu Gast.

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Rüdiger Tebel, Leiter der Kaltenkirchener Sparkassen-Filiale, ließ sich von Sabrina Küchler vom Kinderschutzbund sowie von Kisdorfer Kindern zeigen, welche gesunden Speisen sich aus Obst und Gemüse zubereiten lassen.

Quelle: Isabelle Pantel

Kisdorf. Das Team von der Kinderküche erklärte 20 Grundschülern, wie sie sich ohne großen Aufwand ein gesundes Essen zubereiten können.

 Auf dem Speiseplan standen saisonale Produkte aus der Region. Jede Menge Obst und Gemüse hatte der Kinderschutzbund mitgebracht. Was daraus zubereitet werden sollte, durften die jungen Küchenlehrlinge mit entscheiden. Die Wahl fiel auf Gemüseschnecken, Möhrensalat und Erdbeerspieße. Doch bevor es an die Arbeit ging, bekamen die Sechs- bis Zehnjährigen erst einmal eine kurze Hygieneschulung: Hände waschen, Ärmel hoch krempeln, Schürzen umbinden und lange Haare zusammenbinden – diese und weitere Grundregeln bei der Zubereitung galt es zu beachten.

 Gearbeitet wurde in drei Gruppen. Diese wurden von der Ökotrophologin Sabrina Küchler sowie von den beiden Studentinnen Mirja Kleinwächter und Liesa-Marie Schielke angeleitet. Auch Cordula Roloff und Birgit Albrecht von der Betreuten Grundschule halfen mit.

 Zur Ernährungsschulung gehörte auch, dass den Kindern ganz konkret vor Augen geführt wurde, wie schädlich Süßigkeiten für den Körper sind. Anhand eines beachtlichen Würfelzucker-Berges konnten die Lütten beispielsweise sehen, wie viel Zucker eine Flasche Eistee enthält. Das kann für die Zähne gar nicht gut sein, lautete eine der Schlussfolgerungen.

 Hintergrund der Kinderküchen-Idee ist, dass viele Schüler morgens ohne Frühstück zum Unterricht erscheinen. Auch schlechte oder einseitige Ernährung sowie Bewegungsmangel fallen den Lehrern zunehmend auf. Die Folge: Viele Kinder fühlen sich müde, können sich nicht ausreichend konzentrieren oder sind übergewichtig. Ihre Eltern haben nicht die Zeit, ihnen ein gesundes Essen zuzubereiten – oder sie wissen selbst nicht, wie’s geht.

 Das Projekt „Kinderküche auf Tour“ gibt es seit 2010. Mit ihrem Kastenwagen fahren die Mitarbeiter durch ganz Schleswig-Holstein, um dort Schulen zu besuchen. Etwa 40 Termine pro Jahr können die verschiedenen Teams absolvieren. Gesponsert wird die Aktion in erheblichem Maße vom Giroverband der Sparkassen. „Wir engagieren uns seit Jahren in der Jugendförderung“, sagte Rüdiger Tebel, Leiter der Sparkassen-Filiale in Kaltenkirchen. Gesunde Ernährung sei wichtig für das Wachstum der Kinder. „Damit diese Botschaft auch in kleinen Ortschaften vermittelt werden kann, unterstützen wir die Kinderküche.“

 Neben Rüdiger Tebel besuchten auch zwei Abgesandte des Handelsunternehmens Coop das Projekt in der Kisdorfer Gemeinschaftsschule: Michael Dornheim, Leiter der Sky-Filiale in Kaltenkirchen, sowie Coop-Vertriebsleiter Malte Rehmke. Beide überreichten der Kinderküche einen symbolischen Scheck über 10000 Euro. Das Geld soll mit dazu beitragen, den Fortbestand des Projektes zu sichern.

 Die „Rappelkiste“ wird regelmäßig von 80 Kindern genutzt. In den Ferien sind pro Tag im Durchschnitt etwa 25 da. Sie haben bereits das Planetarium in Hamburg besucht sowie die Kisdorfer Feuerwehr. Auf dem Hof von Bauer Jacobs, ebenfalls im heimatlichen Kisdorf, konnten die Kleinen erfahren, wie Biohühner aufwachsen. Demnächst steht noch ein Treffen mit einem Reptilienexperten an.

 In den Ferien gelten in der „Rappelkiste“ ausgeweitete Öffnungszeiten. Zwischen 7 und 16 Uhr sind die Betreuerinnen vor Ort. Mit Beginn des nächsten Schuljahres kehrt die Einrichtung zu den gewohnten Öffnungszeiten zurück: 7 bis 9 Uhr sowie 12.30 bis 16 Uhr.

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