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Altenheim in Schieflage

Kirchenkreis Plön-Segeberg Altenheim in Schieflage

In schwierigem Fahrwasser befindet sich die gemeinnützige GmbH mit zwei Altenheimen des Kirchenkreises Plön-Segeberg. Eine halbe Million Euro Minus ist aufgelaufen, der bisherige Geschäftsführer musste gehen. Nun soll das Pflegeangebot umgebaut und attraktiver werden. Jobs und Pflegeplätze sind sicher.

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Das Propsteialtenheim in Bad Segeberg schreibt rote Zahlen. Einige Betten sind nicht belegt, die Pflegeangebote zu gering.

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Darüber wurde die Synode des Kirchenkreises Plön-Segeberg während der Herbsttagung im Evangelischen Bildungswerk in Bad Segeberg informiert.

 Seit Jahren erwirtschaften die beiden Heime Propsteialtenheim in der Südstadt (85 Plätze) und der Neubau Marienhof im Stadtzentrum von Bad Segeberg (35 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen) in ihrer gemeinsamen GmbH ein Minus. Holger Neitz, Vorsitzender des Finanzausschusses des Kirchenkreises, erklärte: „Mit dem Jahresabschluss 2015 hat sich ein Defizit von rund 500000 Euro angesammelt. In diesem Jahr hatten wir eine verbesserte Finanzsituation erwartet. Doch dies ist leider nicht eingetreten.“

 Deshalb war vor wenigen Tagen der bisherige und langjährige Geschäftsführer Andreas Fenker von seinen Aufgaben entbunden worden. „Wir hatten auf eine Trendwende gehofft, doch die Vorschläge von Herrn Fenker haben nicht gegriffen“, sagte Segebergs Propst Dr. Daniel Havemann. „Trotz der Verdienste von Andreas Fenker, der über 20 Jahre für den Kirchenkreis hauptamtlich tätig war, hat die Gesellschafter-Versammlung einstimmig beschlossen, sich von ihm zu trennen.“ Laut Havemann wurde daraufhin ein sofort wirksamer Auflösungsvertrag mit Fenker geschlossen. Er sei im beiderseitigen Einvernehmen erfolgt.

 Zum neuen Geschäftsführer ist der 62-jährige Michael Steenbuck, Leiter des Diakonischen Werks im Kirchenkreis, Anfang November bestellt worden.

 In Schieflage geraten ist das Propsteialtenheim. Als Grund für die schwierige finanziellen Probleme wurden zwei Gründe genannt: Das Heim sei nicht voll ausgelastet, von den 85 Betten einige nicht belegt. Außerdem sei es ausschließlich auf stationäre Pflege ausgerichtet. Der Marienhof arbeitet nach Vermietung einiger freier Räume kostendeckend. Die genaue Zuordnung des Defizits innerhalb der GmbH sei allerdings nicht möglich, hieß es.

 Steenbuck prüft derzeit Möglichkeiten, ambulante Pflege und auch Tages- oder Kurzzeitpflege im Propsteialtenheim anzubieten. Außerdem soll der Sanierungsbedarf des Gebäudes ermittelt werden. „Den Mitarbeitern habe ich mich bereits vorgestellt. Dabei habe ich eine positive Stimmung empfunden. Die wirtschaftliche Gesundung wird allerdings Zeit in Anspruch nehmen“, erklärte Michael Steenbuck, der bereits in Preetz eine kirchliche Einrichtung wieder auf finanziell gesunde Füße gestellt hatte.

 94 Mitarbeiter sind in beiden Bad Segeberger Heimen beschäftigt. „Wir werden keine Kündigungen aussprechen und auch weiterhin nach Tarif bezahlen“, beruhigte Propst Havemann. Ziel sei es, künftig ein Defizit zu vermeiden: „Wir wollen keinen Gewinn machen. Doch eine schwarze Null muss erreichbar sein.“

 Insgesamt gesehen sieht es im Kirchenkreis finanziell gut aus. Die vorläufige Abrechnung für 2015 lässt einen Überschuss von 1,2 Millionen Euro erwarten. Der größte Teil wird für Um- und Neubauten gespart, der Rest geht an Kirchengemeinden, Bildungswerk und Diakonisches Werk, teilte Daniel Neitzke mit, der neue Öffentlichkeitsbeauftragte. Die Synode beschloss zudem, Gesellschafter des Tagungszentrums Christian-Jensen-Kolleg in Breklum zu werden. Und die neue Synode soll im September 2017 in acht Wahlkreisen gewählt werden.

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