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Flüchtlingsfonds mit 125000 Euro

Kirchenkreis Plön-Segeberg Flüchtlingsfonds mit 125000 Euro

Einen Flüchtlingsfonds richtet der Kirchenkreis Plön-Segeberg ein. Er soll in den hiesigen Kirchengemeinden die Integrationsbemühungen unterstützen und in Nahost Fluchtursachen begegnen. Dafür stehen zusammen 125000 Euro aus Haushaltsmitteln zur Verfügung.

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Peter Wiegner, Präses der Kreiskirchensynode, studierte umfangreiches Material zum Syrienkonflikt und zur Flüchtlingsproblematik.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Die Synode stimmte dem Vorhaben am Mittwochabend in Bad Segeberg zu. Die Hintergründe und Ziele erläuterten die Pröpste Dr. Daniel Havemann (Segeberg) und Erich Faehling (Plön) am Donnerstag der Presse. In den 35 Kirchengemeinden gibt es nach ihren Worten bereits gut funktionierende Notprogramme, um die Flüchtlinge auf den ersten Schritten im Alltag zu begleiten. Jetzt geht es darum, die Fremden einzugliedern, die hier bleiben wollen. Diese integrative Arbeit fördert der Kirchenkreis mit 50000 Euro.

 Mit den Zuschüssen könnten beispielsweise Treffpunkte eingerichtet, die Fortbildung der ehrenamtlichen Betreuer unterstützt und juristische Beratung bezahlt werden. Nur im Einzelfall sei es hingegen möglich, Härtefälle zu unterstützen. Damit gebe der Kirchenkreis seinen Gemeinden übergeordneten Rückhalt und wolle ihnen „den Atem verlängern“, sagte Faehling. Der Höchstbetrag pro Antrag wird auf 5000 Euro festgelegt, bei einer Förderung von 60 Prozent ergibt sich ein maximaler Zuschuss von 3000 Euro je Maßnahme.

 75000 Euro fließen nach Nahost. Damit will der Kirchenkreis Fluchtursachen begegnen und Syrern ermöglichen, in der Nähe ihres Landes die Zeit abzuwarten, bis sich die politische Situation ändert. Konkret geht um um Hilfe in der jordanischen Stadt Irbid, nahe der Grenze zu Syrien. Dort hätten zahlreiche Flüchtlinge bei Privatleuten Unterschlupf gefunden. Viele lebten beengt und in Armut, litten unter Hunger und psychischer Belastung.

 Um Leib und Seele der Flüchtlingsfamilien zu pflegen und ihnen ein Perspektive geben zu können, verwirklicht der Kirchenkreis das Projekt gemeinsam mit den Johannitern. Mit dem Geld aus Schleswig-Holstein würden in Amman für die Hungernden Care-Pakete gepackt sowie von Jordaniern nach Irbid gebracht und verteilt. Ein Paket, 50 Kilogramm schwer, enthält unter anderem Reis, Zucker, Mehl, Nudeln, Bohnen, Salz, Speiseöl und Tee.

 Havemann ist überzeugt, dass die Hilfe von Partner vor Ort geleistet wird und direkt bei den Bedürftigen ankommt. Für 50000 Euro könnten fast 1000 Familien versorgt werden. „Wir wollen als Kirchenkreis auch ein Zeichen setzen für heimatnahe Flüchtlingshilfe“, sagte der Propst.

 Zwei Drittel der Summe können als Soforthilfe überwiesen werden. Die weiteren 25000 Euro sollen dem Projekt später und ergänzt um Spenden zugutekommen, um es so nachhaltiger zu fördern. Die Spendenkampagne wird beim Jahresempfang des Kirchenkreises am 5. Februar in Plön eröffnet.

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