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Baustart für Wohnanlage

Kisdorf Baustart für Wohnanlage

Der Weg war lang, mit Hindernissen, bürokratischen Hürden und einigen Verzögerungen gespickt. Doch nun war es soweit. Die seit vier Jahren geplante Betreute Wohnanlage neben dem Pflegezentrum Schröter an der Segeberger Straße in Kisdorf wird gebaut. Sie umfasst 28 Wohnungen.

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Wo Barrierefreiheit noch fehlt

So wie auf dieser Zeichnung soll ein Teil der betreuten Wohnanlage nach ihrer Fertigstellung aussehen.

Quelle: Architekturbüro Schulz

Kisdorf. Das feierten die Eigentümer und Betreiber der Pflegezentrums, Karina und Michael Schröter, nun mit der symbolischen Grundsteinlegung im kleinen Kreis.

 „Wir mussten viel Geduld haben. Doch jetzt läuft alles nach Plan und wir hoffen, dass nun zügig weitergebaut wird“, erklärte Bauherr Michael Schröter. Der im April begonnen Bauphase waren langwierige Verhandlungen mit der Kreisverwaltung und anderen Behörden vorangegangen, nachdem die Schröters der Gemeinde erstmals im April 2012 die Pläne für den Bau einer Betreuten Wohnanlage mit 28 Wohneinheiten für Menschen mit Pflegebedarf vorgelegt hatten. „Die Gemeinde hat unser Projekt von Anfang an unterstützt und mit der Änderung des F-Plans und des B-Plans den Weg für den Bau freigemacht. Dafür meinen herzlichen Dank“, sagte Schröter. Doch auf Drängen des Kreises mussten die Pläne mehrfach überarbeitet werden.

 Die Kreisverwaltung hatte unter anderem moniert, dass in den ersten Entwürfen kein überdachter Verbindungsgang zwischen dem geplanten Neubau und dem 2004 eröffnetem Pflegezentrum vorhanden war. Anfang dieses Jahres gab der Kreis schließlich grünes Licht. Im April rückten die ersten Bautrupps an.

 Entstehen wird neben dem Pflegezentrum eine dreigeschossige Wohnanlage mit insgesamt 2150 Quadratmeter Nutzfläche, unter deren Dach sich 28 Zwei- bis Dreizimmer-Wohnungen sowie eine Tiefgarage befinden werden. Die Wohnungen sind zwischen 60 bis 110 Quadratmeter groß und ausnahmslos barrierefrei gestaltet. „Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Mieter Anfang nächsten Jahres einziehen“, erklärte Architekt Helmuth Schulz aus Hamburg.

 Rund 5 Millionen Euro investieren die Eheleute Schröter in den Bau der Betreuten Wohnanlage, in die Menschen jeden Alters mit Pflege- oder Betreuungsbedarf einziehen können. Anerkennende Worte fand während der Feierstunde auch Kisdorfs Bürgermeister Reimer Wisch. „Danke für ihre Kraft und Ausdauer. Das, was sie hier entsteht, ist notwendiger denn je. Als ich noch ein Kind war, lebten drei Generationen, Großeltern, Eltern und deren Kinder unter einem Dach. Das ist heute aufgrund geänderter Lebensumfelder oft nicht mehr der Fall", sagte Wisch.

 Eine verschließbare Kupferröhre, gefüllt mit ein paar Euromünzen, einer aktuellen Ausgabe der Segeberger Zeitung und den Architektenplänen wurde von den Eheleuten in eine Aussparung im Betonfundament hinabgelassen und mit frisch angerührten Mörtel bedeckt.

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