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Schule wird Fußball-Stützpunkt

Kisdorf Schule wird Fußball-Stützpunkt

Die Grund- und Gemeinschaftsschule wurde vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) zur Stützpunktschule des Fußballs ernannt – als erste im Kreis Segeberg. Damit ist sie eine von landesweit vier Schulen, die mit dem SHFV kooperieren, um die Nachwuchsförderung voranzutreiben.

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Gerhard Schröder, erster Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV), ernannte die Kisdorfer Grund- und Gemeinschaftsschule zur "SHFV-Stützpunktschule des Fußballs". Schulleiterin Anke von Husen und Sportlehrer Jens Martens (rechts) freuen sich mit den Schülern der Fußballfördergruppe aus den Klassen 3 bis 6.

Quelle: Lutz Timm

Kisdorf. „Die Kisdorfer Schule erfüllt alle Bedingungen für die bessere Verzahnung von Schule und Verband“, erklärte der erste Vizepräsident des SHFV, Gerhard Schröder, bei der offiziellen Urkundenübergabe und bekräftigte mit Blick auf die Schüler: „Wenn wir irgendwo die Chance haben, euch noch weiter zu trainieren, damit ihr euch verbessert – dann doch in der Schule.“

 Für die Aufnahme in das Förderprogramm des SHFV müssen die Schulen verschiedene Kriterien erfüllen. Verpflichtend ist dabei die Einrichtung einer offenen Fußballfördergruppe, die mindestens 90 Minuten wöchentlich trainiert. Ebenso brauchen die zuständigen Sportlehrer mindestens eine B-Lizenz als DFB-Trainer. Für die treibende Kraft der Schule, Sportlehrer Jens Martens, ist das beides kein Problem – als DFB-Fußballlehrer verfügt er über den höchsten Trainerschein. Und auch an fußballbegeisterten Schülern in den Zielklassen 3 bis 6 mangelte es nicht. „Über 40 Schüler wollten mitmachen, das waren leider zu viele. Daher wurde eine Qualifikationsrunde fällig. Nun haben wir 21 Schüler in der Gruppe.“ Der 59-Jährige, der auch die SH-Liga-Mannschaft des SV Henstedt-Ulzburg betreut, zeigte sich vor allem von der zusätzlichen Zeit für Bewegung begeistert. „Ich kämpfe immer für die tägliche Sportstunde. Jetzt haben die Kinder die Möglichkeit, zusätzlich eine Doppelstunde Sport zu treiben – das ist schon Mal etwas“, sagte Martens. Neben der Fußballfördergruppe im Rahmen des offenen Ganztagsangebots der Schule stehen für Martens und seine Schützlinge die Teilnahme an Jugend trainiert für Olympia und dem SHFV-Schulfußball-Cup sowie zentrale Sichtungsmaßnahmen auf dem Programm.

 Auch die sportbegeisterten Schüler freut die Aufnahme ins Kooperationsprogramm, das Ziel Profi-Fußball steht bei ihnen hoch im Kurs. Als bisher einziges Mädchen ist die neunjährige Kaja Kienitz dabei. „Ich spiele seit dreieinhalb Jahren Fußball und bin in der Landesauswahl“, verriet die Viertklässlerin aus Kisdorf. „Ich könnte mir schon vorstellen, Profi zu werden.“ Dafür trainiere sie dreimal pro Woche und in der Fußballgruppe der Schule. Schulkamerad Robin Krutscher aus der 5. Klasse ist nicht im Fußballverein und freut sich daher besonders über das schulische Angebot. „Ich war früher im Verein. Jetzt spiele ich immer mit meinem Bruder im Garten. Ich bin meistens im Tor, und er hat gesagt, dass ich wieder anfangen soll, weil ich gut bin“, erzählte der Elfjährige.

 Ins Leben gerufen wurde das Programm Stützpunktschule des Fußballs, um die Koordination zwischen Schulen, Vereinen und dem Fußballverband zu verbessern. Die Schulen könnten sich mit dem Prädikat auszeichnen lassen, um dem SHFV bei der Talentförderung zuzuarbeiten, erläuterte SHFV-Vize Schröder. „In der wöchentlichen Trainingszeit hinkt der Norden im Vergleich mit Westdeutschland um 90 Minuten hinterher“, sagte er. Mit der Einrichtung der offenen Fußballfördergruppe könne man gegensteuern. Fest steht für ihn aber auch: „Das Projekt steht und fällt mit den handelnden Personen. Man braucht aktive, tatkräftige und kompetente Leute.“ Daher sei er froh, mit Jens Martens einen fähigen Trainer in der Schule zu haben.

 „Wichtig ist, dass wir die Dinge mit Leben füllen können“, sagte Schulleiterin Anke von Husen. „Sonst kann man sich ja viel vor die Tür hängen.“ Sie freue sich über die Teilnahme an dem Förderprojekt und hoffe, damit die Schüler motivieren zu können. Und auch abseits des Fußballs habe das Prädikat einen Vorteil. „Bei Schulen ist die Standortsicherung wichtig. Dabei ist so ein Alleinstellungsmerkmal relevant“, betonte von Husen.

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