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Start mit Doppel-Jubiläum

Klein Kummerfelder Kuhstall Konzerte Start mit Doppel-Jubiläum

Schwungvoll und mit viel Humor eröffnete das Lübecker Salonensemble, seit 20 Jahren auf der Bühne, am Sonnabend auf Hof Isemohr die 21. Klein Kummerfelder Kuhstall Konzerte (KKKK). Intendant Thomas Mohr, der mit einem Benefizkonzert vor 20 Jahren den Grundstein legte, begrüßte 250 Gäste.

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Mit ihren witzigen Einlagen, wie hier Philipp Groß, Christian Grygas und Felix Heckhausen bei dem Lied „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“, sorgten die Mitglieder des Lübecker Salonensembles immer wieder für Erheiterung des Publikums.

Quelle: Emmy Seeburg-Jörke

Groß Kummerfeld.. Bevor die acht Herren im schwarzen Frack so richtig loslegen konnten, begrüßte der Veranstalter und Intendant, Hausherr Thomas Mohr, die 250 Gäste im Hof vor dem Kuhstall. Seit 20 Jahren gehört das bunte und abwechslungsreiche Musikprogramm zu dem kleinen Dorf. Als der damalige Bariton Thomas Mohr am 21. Juli 1996 ein stimmungsvolles Benefizkonzert mit Liedern von Carl Loewe gab, war der Grundstein gelegt. Das kleine Musikfestival, anfangs noch ein Geheimtipp, wurde von Jahr zu Jahr umfang- und abwechslungsreicher und gehört heute für viele Stammgäste einfach zum Sommer dazu. Gut 200 Veranstaltungen fanden im Rahmen der KKKK statt. Und wenn es möglich ist, soll es auch in Zukunft so weitergehen, versichert Mohr. „Ich hoffe, mein Wunsch, den Menschen Musik näher zu bringen, ist mir geglückt.“

 Mohr, seit einigen Jahren Musikprofessor, bedankte sich bei seinem treuen Publikum: „Sie kommen sogar, wenn es regnet“. Anschließend verteilte er Regenfolien. Leichter Nieselregen hatte die Gäste nicht davon abgehalten, nach Kleinkummerfeld zu kommen. Mit Regenjacke, Schirm und teilweise in blaue Müllsäcke verpackt trotzten sie dem unwirtlichen Wetter – und wurden belohnt.

 Das Lübecker Salonensemble servierte ein Konzertmenü der Spitzenklasse. Charmant führte Conférencier Philipp Groß durchs Programm des Jubiläumskonzertes, denn die Musiker sind ebenfalls seit 20 Jahren auf der Bühne. Kesse Tonfilmschlager der 1930er- und 1940er-Jahre, Operettenmelodien, schmissige Salonstücke und Wiener Lieder ließen sie über den Hof in Kleinkummerfeld ziehen. „Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen“, schallte es von der Bühne.

 Dieses Vergnügen sprang auf das Publikum über, wenn Bariton-Sänger Christian Grygas vom Cianti-Wein sang – oder davon, dass er „in der Badewanne Kapitän“ sei, mit Badekappen witzig in Szene gesetzt. Bei „Wien, Wien nur du allein“ schunkelten einige Gäste bereits im Walzertakt mit.

 Bei „Fern am Wolgastrand“ wird rhythmisch geklatscht. Was in jedem Konzertsaal böse Blicke und vorwurfsvolles Geraune der Nachbarn einbrächte, hier ist es erlaubt – und gewünscht: Bei „Das gibt’s nur einmal“ leise mitsingen, pfeifen, im Takt wippen und klatschen. Das Lübecker Salonensemble hat es gekonnt verstanden, das Publikum in Kleinkummerfeld wieder einmal, wie bei seinem Auftritt 2013 bei den Kuhstallkonzerten, zu begeistern. Drei Zugaben erklatschten sich die Gäste: Zum Schluss das gefühlvoll a cappella gesungene „In einem kühlen Grunde“.

 Nach dem Jazz-Frühschoppen am Sonntag geht es am Mittwoch, 20. Juli, mit Musikkabarett in Kleinkummerfeld weiter. Ab 19.30 Uhr bringen Reinhold Wolf (Gesang) und Thomas Palm (Klavier) unter dem Titel „Wolf & Palm“ Lieder von Georg Kreisler zu Gehör.

 Am Donnerstag, 21. Juli, steht der Jubiläumsliederabend mit Liedern und Balladen von Carl Loewe ab 19.30 Uhr auf dem Programm. Thomas Mohr (Tenor) und Thomas Palm (Klavier) werden das Benefizkonzert zugunsten der Gemeinde Groß Kummerfeld genau so gestalten wie am 21. Juli 1996.

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Ein Artikel von
Emmy Seeburg-Jörke

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