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Haus Rönnau: Asbest ist jetzt weg

Klein Rönnau Haus Rönnau: Asbest ist jetzt weg

Der Umbau am Haus Rönnau hat einen kritischen Punkt hinter sich. „Das alte Dach ist runter, die Asbestplatten sind weg“, fasst Bürgermeister Dietrich Herms den Stand zusammen. Vor Asbeststaub müsse sich niemand fürchten, auch nicht die Lütten aus dem Kindergarten Immenhuus nebenan.

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Die Bauarbeiten am Haus Rönnau finden die Lütten, die im Kindergarten „Immenhuus“ betreut werden, sehr interessant.

Quelle: Petra Stöver

Klein Rönnau. Als das Haus Rönnau um 1980 gebaut wurde, kam auch Asbest zum Einsatz. Asbestfasern, seit mehr als 20 Jahren verbotener Bau- und Dämmstoff, werden als krebserzeugend eingestuft. Solange sie fest in der Bausubstanz gebunden sind, besteht kein Risiko. Gefährlich wird es erst, wenn Platten brechen und Asbeststaub in der Luft liegt.

 „Draußen spielen Kinder und nebenan wird mit Asbest gearbeitet“, sorgte sich am Dienstag ein Bürger. Selbst ein erfahrener Kommunalpolitiker aus der Umgebung hielt das Nebeneinander von Bauarbeitern in Schutzkleidung und Kindern in T-Shirts für „sehr bedenklich“.

 Die Bedenken kann Ilka Weinreich, die als Architektin den Umbau leitet, nicht teilen. „Kein Grund zur Sorge“, sagte sie der Segeberger Zeitung auf Nachfrage. Messungen über Asbestbelastungen gebe es nicht, und sie würden ihrer Meinung nach jetzt auch keinen Sinn machen. Die asbestbelasteten Bauteile seien ausgebaut, gleich verpackt und entsorgt werden. Da sei nichts gebrochen. Und der allergrößte Teil der Abbrucharbeiten sei bereits erledigt gewesen, als am Montag der Kindergarten seine Sommerpause beendet hatte. „Bis auf Restarbeiten, aber nicht auf der Kindergarten-Seite“, erklärte sie.

 Die Kita-Leitung wollte zu der Problematik gar nichts sagen und verwies an die Gemeinde. Bürgermeister Dietrich Herms hält sie Situation ebenfalls für unbedenklich. „Die Abbrucharbeiten waren auf die Ferienzeit im Kindergarten abgestimmt, und daran haben wir uns auch gehalten“, betonte er. Dass zurzeit nur 40 von 100 Kindern in die Kita kommen, liege ganz allgemein an der Urlaubszeit. Bei ihm hätten zwei Leute mit Fragen zu Asbestbelastung im Kindergarten angerufen.

 Das Gemeindehaus Haus Rönnau mit seinen Versammlungsräumen, Sportstätten und der kleinen Gastronomie wird grundlegend saniert. Unter dem Dach betreibt der DRK-Ortsverein den Kindergarten „Immenhuus“. Als dort vor einigen Jahre eine Krippe angebaut wurde, war ein Teil des Daches neu eingedeckt worden. Nebenan hat die Freiwillige Feuerwehr ihr Zuhause.

 Den Umbau im und am Gebäude lässt sich die Gemeinde rund 700000 Euro kosten. Es ist an der Zeit für eine Rundum-Erneuerung. Unter anderem wird die Heizungsanlage auf einen aktuellen, energiesparenden Stand gebracht, das Dach wird neu eingedeckt. Solarzellen versorgen die Duschen mit warmem Wasser. Die Küche wird erneuert. Die bisherige Pächterin der Gastronomie, Annemarie Fritz, und ihre Nachfolgerin Hiltraud Bonke bereiten den Wechsel vor.

 Am Dienstag wurde das Fundament für einen Anbau am Gerätehaus gelegt. Die Dachdecker beginnen mit der Neueindeckung. Herms gab sich skeptisch, dass alles bis Anfang September fertig sein wird. „Wir liegen mit den Arbeiten im Zeitplan“, sagte dagegen die Architektin.

 Dem Bürgermeister liegt daran, dass das Vogelschießen Anfang September im Haus Rönnau gefeiert werden kann. Allerdings stehen die Rönnauer dann vor einem anderen Problem. Die B432 wird zur Baustelle und teilweise gesperrt.

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