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Oft hieß es „Na zdrowie!"

Klein Rönnau Oft hieß es „Na zdrowie!"

Die Gemeinde Klein Rönnau und die polnische Stadt Pszczyna feierten ihre 20-jährige Partnerschaft. Sie soll fortgesetzt werden, nahmen sich die Gastgeber und die 15 polnischen Gäste mit Bürgermeister Dariusz Skrobol an der Spitze vor. Nicht nur darauf wurde sich zugeprostet: „Na zdrowie!"

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Vor 20 Jahren hatten die Vorgänger der heutigen Bürgermeister Dietrich Herms (links) und Dariusz Skrobol die Partnerschaft zwischen Klein Rönnau und Pszczyna (Polen) besiegelt.

Quelle: Patricia König

Klein Rönnau. Die polnischen Gäste waren aus ihrer Heimatstadt mit rund 25000 Einwohnern angereist. Klein Rönnau hat rund 1600 Bürger. Die Besucher übernachteten bei Gastfamilien. Für sie gab es ein Spargelessen mit Gemeindevertretern und Klein Rönnauern im Klüthseehof, sowie Fahrten ins Hansemuseum in Lübeck und nach Bad Segeberg. Eine Landsfrau der Polen, Aleksandra Wolska, gab in Klein Rönnau ein Konzert in der Wassermühle.

 „Powitanie“ (herzlich willkommen) und „Na zdrowie“ (Prost) hieß es in den vergangenen Tagen in Klein Rönnau oft. Höhepunkt war der Festakt mit über 60 Gästen im Haus Rönnau, dem Gemeindezentrum. „Es hatte damals alles mit Pastor Rudolf Baron angefangen“, erinnerte Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms in seiner Rede. Das sei aber schon über 20 Jahre her. Baron hatte seine Kindheit im ehemaligen Pless verbracht und dort die Schule besucht. Der Pastor erfuhr von der großen Not im dortigen Kinderheim und fragte das Deutsche Rote Kreuz in Klein Rönnau, ob es helfen könne. Es konnte.

 Von Anfang an dabei war der heutige Bürgermeister Dietrich Herms, damals allerdings noch als Interessierter, dann als bürgerliches Mitglied der Gemeindevertretung und ab 2003 als Gemeindevertreter. Der Austausch entwickelte sich schnell über die Hilfe für das Kinderheim hinaus. „Beide Seiten besuchten sich gern und regelmäßig“, erzählte Herms. Und so kam es, dass der damalige Bürgermeister von Klein Rönnau Horst Schurad und sein polnischer Kollege Henryk Krzyzowski im Oktober 1996 die Partnerschaft auch offiziell besiegelten. Schurad, der auch im DRK aktiv und Ehrenvorsitzender ist, hatte über 30 Jahre lang die Kontakte gepflegt.

 Die Gemeindepartnerschaft führt auch junge Menschen zusammen. Regelmäßig wird für die Jugendlichen aus Pszczyna, Klein Rönnau und der ungarischen Partnerstadt Tököl ein Jugendcamp ausgerichtet. Abwechselnd in den drei Städten wird das Treffen organisiert.

 Selbst die Nachbarstadt Bad Segeberg profitiert von den engen Banden. Bürgervorsteherin Ingrid Altner berichtete, dass Bad Segeberg mittlerweile jedes Jahr eine Abordnung des Lyzeums aus Pszczyna empfängt.

 Auf der Jubiläumsfeier fehlte es nicht an lobenden Worten und Geschenken. So überreichte Bürgermeister Skrobol seinem Amtskollegen Herms eine gerahmte Erinnerungsplakette. Beide Seiten versicherten einander, sich auch weiterhin so gern und regelmäßig zu besuchen. Für den August haben die Polen die Klein Rönnauer gleich zu ihrem Stadtfest nach Pszczyna eingeladen.

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