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Haus Rönnau: Umbau in Verzug

Klein Rönnau Haus Rönnau: Umbau in Verzug

Schon im September hätte der Umbau im Haus Rönnau beendet sein sollen, der mit den Sommerferien begonnen hatte. Die Rundum-Erneuerung des in die Jahre gekommenen Gemeindehauses ist umfangreich. Der Bürgermeister ist über die Verzögerungen verärgert.

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Karo Gahzaryan, Asylbewerber aus Armenien, unterstützt als Gelegenheitsarbeiter die Aufräumarbeiten der Gemeinde am Haus Rönnau.

Quelle: Petra Stöver

Klein Rönnau. Dunkel, kalt, staubig, zugemüllt: Wüst sieht es aus im Saal im Haus Rönnau. Rundherum wird gehämmert und gesägt, lauern Stolperfallen. Kaum zu glauben, aber in diesem Durcheinander soll in einer Woche gefeiert werden. Die CDU hält an ihrem Termin fest, trotz der noch laufenden Arbeiten.

 Unter anderem wird Heizungsanlage auf einen aktuellen, energiesparenden Stand gebracht, das Dach wird neu gedämmt und eingedeckt. Solarzellen versorgen die Duschen mit warmem Wasser, die Schiedsrichter bekommen einen neuen Raum, behindertengerechte Toiletten werden eingebaut. All das kostet mehr Zeit als gedacht.

 Einige Sparten des Sportvereins weichen in die Wassermühle oder das Gemeindehaus in Groß Rönnau aus, der Chor probt am Glindenberg in Bad Segeberg, das DRK hat den Blutspendetermin am Donnerstag, 3. November (16 bis 19.30 Uhr) ins Feuerwehrhaus verlegt. Dass die Arbeiten so schleppend vorankommen, verärgert vor allem Bürgermeister Dietrich Herms. „Das ist nicht einzusehen, wie sind nicht ganz zufrieden.“

 Verantwortlich für den Verzug macht er den Terminplan von Architektin Ilka Weinreich. Dem habe er von Anfang an skeptisch gegenüber gestanden. „Ursprünglich hieß es Fertigstellung am 9.9.. Das war illusorisch“, sagt er. Auch weitere Termine seien nicht verlässlich gewesen. Jetzt baut er Druck auf: „Ab 1. November muss der Saal frei sein.“

 Daher war am Donnerstag Arbeitsdienst angesagt. Beim Aus- und Aufräumen wurden alte Möbel rausgeschmissen und ein Sammelsurium von Dingen, die sich in über 25 Jahren angesammelt haben. Dabei packten die Gemeindearbeiter und Hiltraud Bonke, die die Gastronomie pachten wird, mit an. Ihr Pachtvertrag beginnt erst mit Fertigstellung, und so muss sie warten, bleibt aber gelassen: „Schade drum, aber wir können es ja nicht ändern.“

 Was sie allerdings ärgert: Beim Fest der CDU Klein Rönnau am nächsten Wochenende hätte sie gern mit „ihrem“ Grünkohl Ehre eingelegt. Aber weil die Küche noch ein kahler Raum ist, liefert ein Caterer die Mahlzeit. Dietrich Herms, der auch CDU-Ortsvorsitzender ist, wollte das traditionelle Grünkohlessen am 6. November partout nicht verschieben. „Der Termin steht seit einem Jahr fest und an dem Termin halten wir auch fest.“

 Architektin Ilka Weinreich begründet die auch für sie ärgerlichen Verzögerungen der Bauarbeiten mit „Störfaktoren, die nicht abzusehen waren“. Die generell gute Auftragslage der Handwerksfirmen habe dazu geführt, dass einige Ausschreibungen wiederholt werden mussten, um überhaupt Aufträge vergeben zu können. „Ich steck’ ja auch nicht in den Handwerkern drin.“

 Es stockte bei Heizung, Sanitär und Lüftung. Aber jetzt gehe es zügig voran, sagt Weinreich. Sie sei „guten Mutes“ und stellt „Ende November“ als Fertigstellungsdatum in Aussicht. Herms: „Dem trau ich nur so weit, wie ich einen Elefanten schmeißen kann.“

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