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Kleines Dorfkino als Treffpunkt

Rickling Kleines Dorfkino als Treffpunkt

Ein eigenes Kino für Rickling? Das haben die Cineasten Andreas Harms und Hartmut Kühl – mit einfachen Mitteln im Altbau der Schule – im Sinn. „Wir wollen nicht warten, bis die alte Schule irgendwann zum Kultur- und Sozialzentrum umgebaut wird oder auch nicht“, sagt Kühl. „Wir wollen loslegen.“

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Vom Diakon zum Filmvorführer: Hartmut Kühl freut sich auf den Start des kommunalen Auenland-Kinos in Rickling.

Quelle: Detlef Dreessen

Rickling. „Wir wollen ein kommunales Kino gründen“, erklärte Kühl. Ein griffiger Name sei auch schon vorhanden: Auenlandkino. Nicht nur weil die Hobbit-Filme im Auenland spielen, sondern auch weil die Region rund um Rickling von Auen durchzogen ist. Und das Dorf gehört, wie alle Orte im Amt Boostedt-Rickling, zur sogenannten Aktivregion Auenland, einem von der EU geförderten Gebiet. Am Mittwoch wollen Harms und Kühl ihre Idee im Kultur- und Sozialausschuss der Gemeinde vorstellen und um einen Zuschuss zur Gründung bitten.

 Als Alternative zu den Blockbustern, die in den großen Kino-Zentren gezeigt werden, wollen sich die Ricklinger auf Filme außerhalb des Mainstreams konzentrieren. Ein Vorbild sei der Verein Lichtspielkunst in Segeberg (kurz Linse). Während die Segeberger ihre Filme im Kino Cine-Planet 5 zeigen, haben sich die Ricklinger einen ungleich kleineren Kinosaal ausgeguckt: ein ehemaliges Klassenzimmer im Altbau der Ricklinger Schule.

 Und das sei gar nicht so schwer, erklärt Kühl. Viel Technik werde nicht benötigt. Ein leistungsstarker Datenbeamer, der nicht zu sehr rauscht, und eine Lautsprecheranlage – das ist alles. Anstelle einer Kinoleinwand soll eine Stirnseite des Klassenzimmers geweißt werden. Das erspart nicht nur das Aufstellen einer Leinwand, sondern verschafft eine beeindruckend große Projektionsfläche.

 Auf Eintrittsgelder wollen die Ricklinger Cineasten verzichten. Getränke muss jeder selbst mitbringen. „Vielleicht schaffen wir es sogar, Popcorn anzubieten.“ Konkurrenz zu den kommerziellen Kinos in Neumünster und Bad Segeberg sieht Kühl nicht gegeben.

 Als Diakon hat Kühl vor allem den sozialen Aspekt im Blick. „Wir wollen, dass sich die Menschen im Kino treffen, sich austauschen, vielleicht auch einmal diskutieren.“ Auch bei der Filmauswahl sollen die Zuschauer mitreden und eigene Vorschläge machen. Beim ersten Jahresprogramm setzt Kühl aber vorerst auf seinen Kompagnon: „Andreas Harms ist leidenschaftlicher Kinomensch. Der hat ganz viel Ahnung.“

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