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Eine sehr persönliche Bank

Struvenhütten Eine sehr persönliche Bank

Die Raiffeisenbank des Örtchens Struvenhütten ist die kleinste Genossenschaftsbank Deutschlands. Und die Mitglieder wollen, dass ihr Geldinstitut weiterhin eigenständig bleibt und nicht mit einem größeren Haus fusioniert. Dazu gibt es auch keinen Grund, denn die Geschäfte laufen gut.

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Vorstand Wolfgang Mohr, der neue Prokurist Henning Pöhls und Vorstand Heinz-Egon Behn (vorne von links) leiten die Raiffeisenbank Struvenhütten. Der wiedergewählte Klaus-Jürgen Möller, Benno Fricke, Kai Benthack (hinten von links) und Jan Wippich bilden den Aufsichtsrat.

Quelle: Heinrich Pantel

Struvenhütten. So wird für das Jahr 2014 eine Dividende von 4 Prozent gezahlt, wie jetzt bei der Mitgliederversammlung bekanntgegeben wurde.

 Vorstand Heinz-Egon Behn bezifferte bei dem Treffen in Gerth’s Gasthof die Bilanzsumme mit 15,6 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug 2014 knapp 53000 Euro. Behn freute sich, dass die schwierigen internationalen Rahmenbedingungen für die Struvenhüttener Bank ohne Folgen geblieben seien. Leider sei es inzwischen fast unmöglich, liquide Mittel sicher und gewinnbringend zugleich anzulegen. Nicht ohne Sarkasmus stellte der Chef der kleinen Bank dabei fest: „Noch müssen wir für unser angelegtes Geld keine Strafzinsen zahlen.“ Seiner Kundschaft versicherte er, dass jede Einlage sicher sei.

 Dass es bei einzelnen Posten der Bilanz nach Jahren mit Zuwächsen zu leichten Rückgängen gekommen sei, bezeichnete Behn als „ganz normale Reaktion“. So sanken die Einlagen zuletzt um rund 500000 auf 14,1 Millionen Euro. Die Summe der ausgegebenen Kredite stieg hingegen um 400000 auf 7,4 Millionen Euro. Auf einen weiteren Anstieg das Kreditgeschäftes hofft der Bänker, wenn im Ort ein geplantes Neubaugebiet realisiert wird. Die Bank hat 337 Mitglieder; die Anzahl der Sparkonten beträgt 569. Das sind 40 weniger als 2013.

 Für Aufsichtsrat und Genossenschaftsverband fassten Benno Fricke und Jürgen Engelke ihre Prüfungsergebnisse zusammen, die keine Beanstandungen ergaben. Dem vorgelegten Abschluss stimmte die Generalversammlung dann auch einstimmig zu. Ebenso einig waren sich die auch bei der einzigen Wahl des Abends. Aufsichtsratmitglied Klaus-Jürgen Möller wurde in seinem Amt bestätigt.

 Gewöhnen müssen sich die Struvenhüttener an einen Personalwechsel bei ihrer Raiffeisenbank. Der langjährige Vorstand Wolfgang Mohr befindet sich in Altersteilzeit und steht der Kundschaft nur noch vormittags zur Verfügung, bis er Ende des nächsten Jahres ganz ausscheidet. Für ihn konnte Henning Pöhls gewonnen werden. Er ist jetzt Prokurist und übernimmt nach dem Ausscheiden von Mohr dessen Vorstandsposten.

 Die Familie Pöhls ist der Bank des Dorfes seit Jahrzehnten eng verbunden. Vater und Großvater von Henning Pöhls trugen im Aufsichtsrat über viele Jahre Verantwortung.

 Werner Pöhls, dem Vater des neuen Mitarbeiters, wurde während der Generalversammlung eine besondere Ehre zuteil: Gemeinsam mit Heinrich Blunck und Ernst Eggers wurde er für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Ein halbes Jahrhundert gehört auch Klaus Mehrens der Struvenhüttener Raiffeisenbank an. Er war bei dem Treffen aber nicht anwesend.

 Die Frage, was er an der Raiffeisenbank Struvenhütten schätze, beantwortete Jubilar Werner Pöhls mit einem Beispiel: „Ich fülle zu Hause ein Überweisungsformular aus und bringe es hin. Dann wird ein bisschen geklönt. Alles ist sehr persönlich.“ Und kennt er Bewohner im Ort, die der Bank kritisch gegenüberstehen? Der ehemalige Landwirt lacht und antwortet entschieden: „Nein. Alle sind auf der Seite der Bank. Alle wollen, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.“

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