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Eine Chance gegen den Blutkrebs

Seedorf-Berlin, Bad Segeberg Eine Chance gegen den Blutkrebs

Der 18-jährige Mike Strehl aus Hansühn ist an einer aggressiven Form von Blutkrebs erkrankt. Nur eine Knochenmarkspende kann ihn noch retten. Damit schnell ein möglicher Spender gefunden wird, organisiert die beste Freundin seiner Mutter, Sonja Otte aus Seedorf-Berlin, eine Hilfsaktion.

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Sonja Otte aus Berlin hat für den an Blutkrebs erkrankten Sohn ihrer besten Freundin eine Typisierungs- und Spendenaktion organisiert. Dafür häkelt sie schon fleißig niedliche Kakteen.

Quelle: Patricia König

Seedorf-Berlin / Bad Segeberg. . Sonja Otte und Simone Strehl aus Hansühn in Ostholstein kennen sich schon über 17 Jahre. „Wir haben uns in einem Mütterforum kennen gelernt“, erzählt die Berlinerin. Damals waren gerade die ersten Kinder unterwegs oder geboren. Es entstand eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Mittlerweile hat Sonja Otte vier Kinder im Alter von 20, 18, 15 und 13 Jahren, ihre Freundin hat drei Kinder im Alter von 18, 14 und 12 Jahren.

 Zu Weihnachten des letzten Jahres erkrankte der damals noch 17-jährige Mike. Im Krankenhaus entdeckten die behandelnden Ärzte, dass mit dem Blut des Jungen etwas nicht stimmt. „Seine weißen Blutkörper waren um ein Vielfaches erhöht“, erinnert sich Sonja Otte. Am 11. Januar diesen Jahres erhielt die Familie Strehl die schockierende Diagnose. Ihr ältester Sohn ist an T-ALL erkrankt, einer sehr aggressiven Form der akuten lymphatischen Leukämie (Blutkrebs), die unbehandelt in kurzer Zeit tödlich ist. Mike Strehl kam sofort in die Uniklinik nach Kiel und durchläuft mittlerweile seine dritte Chemotherapie.

 „Ich habe mich gefragt, was kann ich tun für meine Freundin und ihren Sohn“, erzählt Sonja Otte betroffen. Sie schickte ihrer besten Freundin täglich Grüße mit aufmunternden Worten oder Bildern. Doch das reichte der angehenden Ergotherapeutin nicht.

 Sie setzte sich an den Computer, recherchierte über die Krankheit und entdeckte einen Link für eine Typisierungsaktion. Das war die zündende Idee! Sie füllte den Fragebogen aus und bald meldete sich eine Ärztin vom Institut für Transfusionsmedizin des UKSH aus Kiel bei ihr. Seitdem hatte Sonja Otte kaum noch Ruhe.

 „Wenn ich jeden Tag nur eine Stunde aufwende, dann bekomme ich es hin, bis Mitte April eine Typisierungsaktion in Bad Segeberg auf die Beine zu stellen“, dachte sie sich und zugleich war das Motto der Aktion geboren. „Eine Stunde für Mike“ ist sie nun überschrieben. Die vierfache Mutter machte sich schlau und sprach mit vielen Menschen. Nun steht die Organisation für die Typisierungsaktion: Freitag, 15. April, 13 bis 18 Uhr, Ergon Ausbildungszentrum in der Marienstraße 31b in Bad Segeberg. Teilnehmer können Blut abgeben oder Geld spenden, Kaffee trinken und Kuchen essen, auf einem Basar einkaufen und das Glück in einer Tombola versuchen. Deren Erlöse werden für die Kosten der Typisierung verwendet, die pro Spender 50 Euro ausmacht.

 Der Leiter des Ausbildungszentrums Ergon, Udo Nickel, in dem die Berlinerin sich zur Ergotherapeutin ausbilden lässt, stellte ihr sofort die Räume zur Verfügung. Ihre Familie und viele Freunde und Bekannte helfen mit. Sie selbst häkelt schon seit Wochen an niedlichen Kakteen, die sie auf dem Basar verkaufen will. „Wenn viele Menschen kommen und sich typisieren lassen, dann gibt es eine Chance für Mike“, da ist sich Sonja Otte sicher.

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