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Asylberater unter Korruptionsverdacht

Kreis Segeberg Asylberater unter Korruptionsverdacht

Wegen des Verdachts Korruption haben die Staatsanwaltschaft Kiel und das Landeskriminalamt Ermittlungen gegen einen Asylberater im Kreis Segeberg aufgenommen. Das bestätigte ein Behördensprecher KN-online.

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Nach Informationen von KN-online soll der Asylberater auch eine aus Syrien stammende Familie unter Druck gesetzt haben.

Quelle: Olaf Malzahn

Bad Segeberg/Kiel. Dem Mitarbeiter des Kreises Segeberg wird vorgeworfen, von Flüchtlingen Geld für eine gemeinsame Unterbringung verlangt zu haben. Nach Informationen von KN-online soll der 38-Jährige auch eine aus Syrien stammende Familie unter Druck gesetzt haben. Sie erstattete Strafanzeige wegen Nötigung und Bedrohung. Obwohl Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt auch wegen anderer Fälle gegen den Mann ermitteln, ist er weiter im Dienst.

Im aktuellen Fall geht es um eine sechsköpfige Familie aus Aleppo, die Anfang März nach Bad Segeberg kam. Nach Angaben der Mutter sollte ihre schwangere Tochter mit deren Mann in Norderstedt eine Unterkunft beziehen, der Rest der Familie sollte nach Schackendorf. Der Wunsch nach einer gemeinsamen Unterbringung sei abgelehnt worden. Stattdessen habe der beschuldigte Asylberater sie aufgefordert, 1500 Euro zu zahlen, um eine gemeinsame Wohnung zu erhalten. Gleichzeitig habe er gedroht, dafür zu sorgen, dass die Familie keinen Aufenthaltsstatus bekommt.

Eine ehemalige Mitarbeiterin des DRK, die als Dolmetscherin in der Schackendorfer Unterkunft tätig war, bestätigt die Aussagen der Familie. Sie habe die Leiterin des Schackendorfer DRK-Heimes über den Korruptionsvorwurf informiert, sagt sie. Wenige Tage später habe sie vom DRK die Kündigung erhalten.

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Nötigung, Bedrohung, Vorteilsannahme, Bestechlichkeit – die Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter des Kreises Segeberg wiegen schwer. Was an den Anschuldigungen dran ist, das herauszufinden obliegt zurzeit den Ermittlern von Polizei und Staatsanwaltschaft.

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