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Dietmar Harck blitzt nicht mehr

Polizeidirektion Dietmar Harck blitzt nicht mehr

Mehr als eine halbe Million Autofahrer wurden geblitzt auf Segebergs Straßen, seit Polizeioberkommissar Dietmar Harck die Leitung der Abteilung „Technische Geschwindigkeitsüberwachung“ vor 13 Jahren übernahm. Jetzt ging der 60-Jährige in Ruhestand. Geblitzt wird aber weiter.

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Der oberste Blitzer der Polizei im Kreis Segeberg Polizeioberkommissar Dietmar Harck (rechts) wurde aus dem Dienst verabschiedet. Kommissarisch leitet nun POK Wolfgang Griesbach die Abteilung.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. Smart blickt er drein, und meist ist er gut aufgelegt. Doch auf Dietmar Harcks Profession ist nicht jeder gut zu sprechen. Prominente, Politiker und Fußballstars zählten zu Harcks unfreiwilliger „Kundschaft“. Namen nennt er nicht, obwohl er schon manchmal stutzte, wessen Foto da im Bezirksrevier vor ihm lag. Promibonus habe es nicht gegeben, stellt Harck klar: „Für mich ist jeder gleich vor dem Gesetz. Auch Fußballer des HSV oder von Werder Bremen.“ Mehr als eine halbe Million Autofahrer wurden geblitzt, seit Harck die Leitung der Abteilung vor 13 Jahren übernahm. 1000 Führerscheine, die jährlich abgegeben werden müssen, zeugen von der Gefahr, die von vielen Autofahrern ausgeht. Denn Führerscheinentzug droht erst, wenn jemand mit 81 Sachen durch geschlossene Ortschaften rast oder mit mehr als 40 Stundenkilometern zu viel auf dem Tacho auf der Bundesstraße geblitzt wird.

 Zehn Mann, Mitarbeiter des Kreises und der Polizei, arbeiten zusammen in der Abteilung „Technische Geschwindigkeitsüberwachung“. Sie werten die so genannten Starenkästen iaus und fahren mit mobilen Messegeräten durch den Kreis. Heinz Bundt, Messangestellter des Kreises: „Er war ein angenehmer Chef, wir werden ihn vermissen.“ Dass manch ein Autofahrer schimpft, weil er findet, dass die Geräte an der falschen Stelle stehen, nimmt Harck gelassen hin. Die Messungen werden längst nicht nur an Unfallschwerpunkten vorgenommen. Auch Stellen, an denen besonders viele Autofahrer rasen, werden immer wieder kontrolliert. Die Straßen kennt Harck aus dem Effeff. Seit 1979 ist er im Bezirksrevier unterwegs. Manchmal freute sich sogar die Kripo, wenn Harcks Abteilung neue Bilder lieferte: Etwa wenn ein Krimineller zu schnell vom Tatort flüchtete.

 Nun will Harck sich seiner Familie widmen: Ehefrau Sabine, den drei Kindern und vier Enkelkindern, und dem Sport im Tennisclub Wahlstedt. Nach der Abschiedsfeier konnte der 60-Jährige sicher sein, nicht geblitzt zu werden. Ans Steuer setzte sich sein Stellvertreter Wolfgang Griesbach. Er wird zunächst kommissarisch in Harcks Fußstapfen treten. Laut Griesbach gebe es nichts zu verbessern. Pech für die Raser.

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