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Fanatiker wurde abgeschoben

Kreis Segeberg Fanatiker wurde abgeschoben

Religiöse Fanatiker gibt es auch im Kreis Segeberg. Nach Informationen der Segeberger Zeitung haben Sicherheitsbehörden vor einigen Tagen einen vorbestraften, religiös-fanatischen Tschetschenen nach Russland abgeschoben. Er soll in Norderstedt sein Umfeld bedroht haben.

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Baby flog im Kindersitz quer durchs Auto

Mehrere Polizeibeamte hatten den Norderstedter frühmorgens abgeholt (Symbolfoto).

Quelle: Imke Schröder

Kreis Segeberg. Polizei, Kreis und Landesbehörden halten sich mit Angaben sehr bedeckt. Der Tschetschene soll mit seiner Familie in Norderstedt gelebt haben und vorbestraft gewesen sein, unter anderem wegen Körperverletzung. Sein Asylantrag war rechtskräftig abgelehnt worden, die Familie ausreisepflichtig, heißt es.

Lehrer und Frauen bedroht

Bei den einschlägigen Dienststellen galt er als religiös-fanatisch. Lehrer, die den Kindern das Schwimmen beibringen wollten, soll er genauso bedroht haben wie Frauen aus seinem Umfeld, die unverschleiert in die Öffentlichkeit treten wollten. Von verfassungsfeindlichen Taten ist allerdings nicht die Rede.

Frühmorgens abgeholt

Ausreisen wollten er und seine Familie trotz behördlicher Aufforderung nicht. Seine Vorstrafen, sein Umgang mit seinem Umfeld und der Status als Ausreisepflichtiger haben die Sicherheitsbehörden veranlasst, ihn jetzt mit Nachdruck abzuschieben. Begleitet von mehreren Polizeibeamten, wurde er nach Informationen der Segeberger Zeitung frühmorgens abgeholt und danach außer Landes gebracht. Die übrige Familie wird wohl bald folgen.

Der Fall zählt zu den Ausnahmen unter den Asylbewerbern im Kreis Segeberg. Seit 2014 haben rund 4000 Flüchtlinge hier ein neues Zuhause gefunden. In diesem Jahr sind bislang bis Ende August 235 neu zugezogen.

Von SZ-Redaktion

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