3 ° / 0 ° bedeckt

Navigation:
Feuerwehr mit Nachwuchs-Sorgen

Kreis Segeberg Feuerwehr mit Nachwuchs-Sorgen

Die 115 Feuerwehren im Kreis Segeberg haben bald ein Problem: Immer mehr Kameraden gehen auf das Rentenalter zu. Daher muss besonders viel Wert auf die Jugendarbeit gelegt werden. 31 Jugendwehren gibt es derzeit im Kreisgebiet. Zudem wird über hauptamtliche Kräfte nachgedacht.

Voriger Artikel
Zahl der Straftaten gestiegen
Nächster Artikel
Sie zaubern ein Lächeln auf die Lippen

Großübungen wie im Mai 2016 in Oering zeigen, dass die Wehren im Kreis Segeberg gut ausgerüstet sind.

Quelle: Harald Becker

Bad Bramstedt. Auf etliche neue Herausforderungen müssen sich die 115 Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Segeberg in nicht allzu ferner Zukunft einstellen. Breiten Raum auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Segeberg in der Bad Bramstedter Sporthalle-Süd nahm der detaillierte Bericht des Kreiswehrführers Holger Gebauer ein. Dabei wurde schnell klar: Es muss sich einiges ändern.

Bevor sich die 174 Delegierten und zahlreiche Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik mit Gulaschsuppe stärken konnten, schilderte Gebauer die Situation der Brandschützer im Kreisgebiet: „Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung mit der Tendenz, schneller die Notfallnummer 112 zu wählen, werden wir uns in Zukunft anders aufstellen müssen. Der Problematik bei der Tagesverfügbarkeit – viele Aktive sind werktags aus berufliche Gründen nicht in ihren Gemeinden und somit nicht verfügbar – muss mit intelligenten Lösungen begegnet werden.“ Die Wehren passen weiterhin ihre Alarm- und Ausrückordnungen an, um auch tagsüber einsatzbereit zu bleiben. „Ebenso wird man sich an der einen oder anderen Stelle über zusätzliche hauptamtliche Kräfte zu unterhalten haben“, prophezeite Gebauer. Dies dürfe aber nicht dazu führen, kleinere Feuerwehren aufzulösen oder diese zusammenzulegen, mahnte er.

Die Auswertung der statistischen Daten, die die Kreisfeuerwehrzentrale vorgenommen hat, sagt in zehn bis 15 Jahren den Wegfall von vielen Kameraden voraus, weil sie die Altersgrenze erreichen. Bereits jetzt sind demnach viele um die 50 Jahre alt. Der Kreiswehrführer setzt daher auf die Jugendarbeit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3