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Jugendarbeit wird überleben

Verein VJKA Jugendarbeit wird überleben

Trotz akuter Finanzkrise des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA): Der Jugendzeltplatz Wittenborn, Jugendakademie Bad Segeberg und Kreismusikschule werden wohl Bestand haben, da der Kreis Lücken im Etat (200000 Euro) wohl stopfen wird.

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VJKA-Vorsitzender Hans-Jürgen Kütbach, Bürgermeister von Bad Bramstedt, sieht den Bestand des Vereins nicht gefährdet.

Quelle: Sylvana Lublow

Kreis Segeberg.  „Man muss sich keine Sorgen um das Überleben des Vereins machen“, sagt der VJKA-Vorsitzende, Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Nach ersten Gesprächen mit der Kreispolitik, internen Untersuchungen und einem Gutachten eines Wirtschaftsprüfers ist Kütbach guter Dinge. Allerdings ist der Verein auf zusätzliche Finanzspritzen des Kreises angewiesen. Außerdem deuten sich Preiserhöhungen für die Angebote des VJKA an.

 Ob das Personal, wie 2015, auch 2016 auf Weihnachtsgeld verzichten muss, ist offen. „Wir wollen das vermeiden“, sagt Kütbach. Ein Stellenabbau sei nicht geplant.

 Überstanden ist die Krise noch nicht, die Ende 2015 bekannt wurde. Sie hat ihre Wurzeln unter anderem in Altlasten aus dem Umbau der Akademie, die der Verein teils selbst finanzierte. Das Gebäude hatte der Kreis zuvor gekauft, grundrenovieren lassen und an den Verein vermietet.

 Gleichzeitig ist der Kreis gesetzlich verpflichtet, „in angemessenen Umfang“ die Jugend- und Kulturarbeit zu unterstützen. Bislang zahlt er dem VJKA gut 1,1 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr. Die 90 festen und 350 freien Mitarbeiter und Honorarkräfte erwirtschaften 4,2 Millionen Euro pro Jahr. Zum Programm gehören außer Jugendbildung, Zeltplatz und Musikschule auch die Betreuung in offenen Ganztagsschulen und Kulturwerkstätten wie Remise und Otto-Flath-Haus.

 Die Einnahmen reichten 2015 nicht, um alle Kosten zu decken. Der Kreis gewährte dem Verein einen Zahlungsaufschub über 100000 Euro, sagt Kütbach. „Diese Summe brauchen wir wohl auch 2016.“ Ob der Aufschub zum Zuschuss wird, ist offen. Kreispolitik und Verein werden verhandeln. Dann geht es auch um den neuen Vertrag von Kreis und VJKA. Der Kontrakt läuft Ende 2016 aus. Der Verein hofft, dass der Kreis bald 1,3 Millionen Euro im Jahr überweist, also 200000 Euro mehr.

 Henning Wulf (CDU), Vorsitzender des Hauptausschusses, sichert zu: „Der Verein steht nicht auf der Kippe.“ Die Politik müsse sich fragen, wie sie helfen könne. Und der Verein müsse prüfen, „ob er mehr gewollt hat als er konnte“.

 Um einen Überblick zu bekommen, hat der Verein einen Wirtschaftsprüfer eingeschaltet. Die Aktive Management Beratung GmbH (Bottrop) erarbeitete eine Liquiditätsplanung. „Mit ihr stellen wir gerade die Jahresplanung 2016 auf“, sagt Kütbach.

 Auch über Reformen wird im Verein nachgedacht. So könnte die Küche in der Jugendakademie, die 10500 Übernachtungsgäste im Jahr beköstigt, Waren nicht mehr in Bad Segeberg, sondern billiger im Großhandel kaufen. Auch werden Fortbildungsgebühren eventuell erhöht. Und die Musikschule könnte teurer werden. All dies, sagt Kütbach, sei aber noch völlig offen.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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