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Müllabfuhr: WZV plant höhere Preise

Kreis Segeberg Müllabfuhr: WZV plant höhere Preise

Auf einige Neuerungen müssen sich die Segeberger bei  der Müllabfuhr einstellen. Die Entsorgungsgebühren werden 2018 vermutlich steigen. Wahrscheinlich schon in diesem Jahr wird es für Kunden der Recyclinghöfe teurer. Die Schadstoffsammlung und Strauchgutabfuhr könnten neu geregelt werden.

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Testweise wird im Nordosten des Kreises Segeberg ein Trommelwagen (links) eingesetzt. Bislang fährt der WZV nur mit 14 Wechselaufbau-Lkw (rechts).

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Und die Segeberger sollen angehalten werden, Müll und Wertstoffe besser zu trennen, weil es dort weiterhin hapert.

 Zu diesem Zwischenfazit gelangt der Wege-Zweckverband (WZV), der im Auftrag des Kreises die Müllabfuhr im Kreisgebiet (außer Norderstedt) organisiert. Sie ist für den Verband schwieriger geworden. So sind die Preise für die End-Entsorgung von Holz in einem Jahr um bis zu 114 Prozent gestiegen, beim Sperrmüll sogar um 263 Prozent. Außerdem klettern Energie- und die Lohnkosten. „Das lässt erwarten, dass es wohl nicht gelingen wird, die Entgelte im kommenden Jahr weiterhin stabil zu halten“, schreibt WZV-Ingenieur und Abfallbereichsleiter Torsten Höppner in einer Unterlage für den Abfallwirtschaftsausschuss des WZV.

 Auf den Prüfstand stellen will der WZV auch die bislang „kostenfreien Nebenleistungen“ wie Sperrmüllabfuhr und die Strauchgutaktionen. Schon in diesem Jahr soll an den vier Recyclinghöfen in Bad Segeberg, Damsdorf, Schmalfeld und Norderstedt die Gebühr für die Entsorgung von Altholz und Gewerbeabfall angehoben werden.

 Nicht glücklich ist der WZV mit der Mülltrennung der Bürger. 29,5 Prozent des Gesamtgewichts sind organischer Abfall, meist Küchenmüll. Mit einer neuen Informationskampagne will der WZV für bessere Mülltrennung und die Bioabfallsammlung werben.

 Ein weiteres Problem: Fast 21 Gewichtsprozent des Restabfalls ist kein Abfall, sondern setzt sich aus trockenen Wertstoffen zusammen wie Kunststoff, Papier und Glas. Verpackungsmaterial gehöre in andere Entsorgungswege wie den Gelben Sack, also die Wertstoffsammlung.

 Probleme hat der WZV auch mit der Strauchgutsammlung. Der WZV entsorgt pro Grundstück gratis bis zu drei Kubikmeter. Auch wegen gestiegener Entsorgungspreise will der WZV nun nachsteuern. Derzeit koste die Strauchgutabfuhr 250000 Euro pro Jahr.

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