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Kein Platz für Fahrzeuge und Personal

Rettungswachen in Not Kein Platz für Fahrzeuge und Personal

Der Rettungsdienst im Kreis Segeberg ist selbst in Not. Die Rettungswachen in Kaltenkirchen, und Bad Segeberg platzen aus allen Nähten. Der Kreis plant erste Neubauten, allerdings wollen dies die Krankenkassen nicht bezahlen.

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Die Rettungswache an der Alvesloher Straße in Kaltenkirchen ist in schlechtem baulichen Zustand, zu klein und liegt ungünstig.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Sie finanzieren den Rettungsdienst, den der Kreis organisiert und den derzeit Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und die Krankentransporte, Behinderten- und Altenhilfe (KBA) leisten.

Zahl der Einsätze gestiegen

Die Enge in den Rettungswachen verwundert nicht. Landesweit stieg die Zahl der Fahrten von Notärzten, Rettungswagen und Krankentransportwagen von 2001 bis 2015 um über 50 Prozent. Weil es mehr alte Menschen und damit mehr Krankheitsfälle gibt, und weil sich die Gesundheitslandschaft mit ambulanter und stationärer Behandlung verändert hat.

Drei der sieben Wachen gehören zum Immobilienpool des Kreises. In Kaltenkirchen etwa war die Rettungswache praktischerweise direkt neben dem Krankenhaus gebaut worden. Doch die Klinik ist seit 2011 geschlossen, deren Gelände längst anders bebaut. Der Standort sei nicht optimal, sagt Kreispressesprecherin Sabrina Müller. „Außerdem sind die Gebäude in einem schlechten baulichen Zustand.“

Neubau bei Dodenhof

Jetzt will der Kreis neu bauen, wohl vor dem Lagerhaus von Dodenhof, zwischen Kieler Straße, Großmärkten, AKN-Bahnlinie und nah der A7-Anschlussstelle. 7500 Quadratmeter groß ist die Fläche.

Auch die Rettungswache in Bad Segeberg platzt aus allen Nähten. Die Wache in Bornhöved und Henstedt-Ulzburg sind ebenfalls zu klein.

Das Problem: Im Februar haben die Kostenträger, also die Krankenkassen, „sämtliche Umbau- und Erweiterungspläne abgelehnt“, heißt es in einer Unterlage der Kreisverwaltung. Der Kreis will seine Ausbauplanung trotzdem vorantreiben. Wenn die Kassen weiterhin störrisch bleiben, will der Kreis eine Schiedsstelle anrufen.

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