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Veterinär: Wilde Zustände auf Bauernhof

Kreis Segeberg Veterinär: Wilde Zustände auf Bauernhof

In die entscheidende Phase tritt der langwierige Prozess vor dem Schöffengericht Bad Segeberg gegen Landwirt Horst P. aus Todesfelde. Er soll 2011 und 2013 Rinder, Schweine und Katzen schlecht gehalten haben. Der frühere Leitende Kreisveterinär Dr. Kurt Warlies bestätigte Vorwürfe der Anklage.

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Vor dem Schöffengericht Bad Segeberg wird über einen Landwirt aus Todesfelde verhandelt, der seine Tiere auf dem Hof schlecht gehalten haben soll.

Quelle: Gerrit Sponholz

Bad Segeberg. Außerdem legte der vom Gericht bestellte Gutachter ein Zwischenfazit vor. Der Bericht wurde nur unter den Prozessbeteiligten zum Lesen verteilt. Dem Vernehmen nach soll der Experte in einigen Punkten den Vorhaltungen der Staatsanwaltschaft Kiel Recht gegeben haben, in anderen nicht.

Der Hof war schon seit vielen Jahren im Visier der Kreisveterinäre. „Da lag viel im Argen“, sagte Dr. Kurt Warlies, der mittlerweile in Pension ist. Schon vor über zehn Jahren sei der Hof erstmalig und dann immer wieder auffällig geworden, seien Ordnungsverfahren eingeleitet, Auflagen erteilt und auch mal ein Strafbefehl verhängt worden. So habe der Landwirt trotz Verbots Rinderschwänze amputiert. Tiere hätten unter Lahmheit gelitten. Tote Ferkel seien auf einer Koppel entsorgt worden. Es lagen Spritzen für die Tierbehandlung herum.

Nach weiteren Kontrollen und etlichen Mängeln hatte das Kreisveterinäramt ein Tierhalteverbot verhängt und Strafanzeige gegen den Landwirt erstattet. Warlies: „Wir können nicht ewig hinterherlaufen. Verantwortlich für die Tiere ist der Tierhalter.“

Der Prozess wird in den nächsten Wochen fortgesetzt.

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Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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