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Zu oft zu spät: Nordbahn droht Strafe

Kreis Segeberg Zu oft zu spät: Nordbahn droht Strafe

Von vielen Ausfällen und Verspätungen war die Nordbahn-Strecke Bad Oldesloe-Bad Segeberg-Neumünster im Jahr 2017 betroffen. Nun droht eine sogenannte „Pönale“, eine Vertragsstrafe, vom Land, dem Auftraggeber für diese Strecke des Schienenpersonennahverkehrs.

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Mal fuhr sie, mal fuhr sie nicht: Wegen vieler Störungen auf der Strecke oder im Betrieb lief es 2017 für die Nordbahn auf der Strecke Bad Oldesloe-Bad Segeberg-Neumünster schlecht.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Die Nordbahn entschuldigt sich unter anderem mit Problemen der Infrastruktur der Gleisanlagen, die der Deutschen Bahn AG gehören. Die DB wiederum verweist auf Instandhaltungsmaßnahmen und auf einen schwer zu lokalisierenden Kabelschaden im Sommer.

Viele Ursache für die Probleme

Nicht nur, dass Züge nicht oder verspätet fuhren, sondern auch in verkürzter Länge. „An 48 Tagen konnten wir die Zugfahrten 6.37 und 16.37 Uhr ab Neumünster sowie 7.37 Uhr und 17.37 Uhr ab Bad Oldesloe leider nicht als Doppeltraktion fahren“, bedauerte Christiane Lage-Kress, Pressesprecherin der Nordbahn.

Mal habe ein Zug repariert werden müssen, mal habe sich ein Zugführer kurzfristig krankgemeldet, oder die DB habe an der Infrastruktur gearbeitet. Am 14. Dezember fielen vier Fahrten aus, weil eine Zugbrücke angefahren worden war.

Land ist unzufrieden

Trotz aller Erklärungen: Das Land als Besteller der Leistung ist unzufrieden. „Die Nordbahn-Linie RB 82 war offenbar im Jahr 2017 tatsächlich nicht ganz so zuverlässig wie gewohnt“, sagt Dennis Fiedel, Pressesprecher von NAH.SH. Dennoch lobt er die Nordbahn. „Sie lag mit monatlichen Pünktlichkeitswerten von meist zwischen 95 und 98 Prozent wie immer deutlich über dem Landesschnitt.“ Ausrutscher sei der Juni gewesen mit nur 62 Prozent, wegen des Kabelschadens der DB.

Grundsätzlich ist es so, dass einem Bahnunternehmen vom Land eine so genannte „Pönale“ droht, wenn die Pünktlichkeitsziele nicht erreicht werden. Der „Jahrespünktlichkeitswert“ der Nordbahn für 2017 sei noch nicht ermittelt. „Es ist aber aufgrund des schlechten Juniwertes durchaus möglich, dass die Nordbahn das Jahresziel verfehlt. Genaueres wissen wir voraussichtlich Mitte Januar.“

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