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Ärger um Vergaberecht

Kreisfeuerwehr Segeberg Ärger um Vergaberecht

Geldsorgen trieben Kreiswehrführer Holger Gebauer Sorgenfalten auf die Stirn während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes. Das Rechnungsprüfungsamt des Kreises hat Zuschüsse zurück gefordert, die der Kreis einigen Gemeinden zur Anschaffungen von Fahrzeugen und Geräten gewährt hatte.

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Eintracht demonstrierten Landrat Jan-Peter Schröder und Kreiswehrführer Holger Gebauer während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Segeberg.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. Grund waren Fehler bei Ausschreibungen, aufgrund derer nicht genug Angebote von Herstellern eingegangen waren. „Fehler wurden bei der Verwaltung, aber auch bei Einzelnen gemacht“, sagte Gebauer vor knapp 200 Delegierten in der Kreissporthalle in Bad Segeberg. Das Hauptproblem sei jedoch, dass sich ganze drei Hersteller von Feuerwehrausstattung den Markt im Norden teilen. Manche Geräte würden nur von einem der drei angeboten, so dass kein Wettbewerb vorhanden sei. „Der Anbietermarkt ist zu klein“, stellte Gebauer fest.

 Immerhin habe der Kreis Schulungen zugesagt, so dass Fehler bei der Ausschreibung in Zukunft hoffentlich vermieden würden. Sparen könne der Kreis ohnehin nicht, weil das Geld aus der Feuerschutzsteuer für den Brandschutz investiert werden müsse. Es könne nur passieren, dass das Geld nicht dahin kommt, wo es am nötigsten gebraucht wird.

 Landrat Jan Peter Schröder versprach eine intensivere Zusammenarbeit. „Die Feuerwehr hier in Segeberg ist für uns alle unersetzbar und unverzichtbar.“ Das Vergaberecht sei „tierisch fehleranfällig, aber es ist geltendes Recht. Wichtig ist, dass wir das zukünftig besser hinkriegen.“ Wo Fehler gemacht werden, müsse das Gemeindeprüfungsamt allerdings auf korrekten Umgang mit dem Geld wert legen. „Es sind ja Steuergelder.“ Gebauer reagierte zufrieden: „Auf dieser Basis kann man gut zusammenarbeiten.“

 Keine großen Veränderungen gab es beim Thema Kameradschaftskassen. Der Widerstand der Wehren gegen ein Hineinregieren der Gemeinden an dieser Stelle war offenbar vergebens. Es gehe nur noch um die Frage, ob die Kassenführung den Kommunen nur zur Kenntnis gegeben oder von diesen auch genehmigt werden müsse, sagte Holger Gebauer.

 Vier Ehrungen betrafen besonders verdiente Ausbilder. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz des Landesverbandes in Silber erhielten Ulrich Gustävel (Ausbilder ABC-Einsatz, FF Schackendorf), Jürgen Winkelmann (Funk, FF-Hasenkrug) und Wolfgang Reimer (Funk, FF Negernbötel).

 Günter Kannecht, der in vier Wochen 67 Jahre alt wird, wurde verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. Kannecht ist seit 1980 in der Feuerwehr Nehms und war im Laufe seiner Dienstzeit Gemeindewehrführer, stellvertretender Amtswehrführer und Amtswehrführer. Im Kreisverband war er Gesamtausbildungsleiter und Beisitzer im Vorstand. An der Landesfeuerwehrschule war er für das Verfassen von Ausbildungshilfen zuständig.

 Gewählt wurden Henning Harder (FF Tarbek) und Thorben Trojahn (Großenaspe) zu Beisitzern im Vorstand.

 Und noch eine positive Mitteilung gab es: Der Digitalfunk funktioniert bei den Feuerwehren. Wenn auch – wie Landrat Schröder süffisant feststellte – erst zehn Jahre nach dem ursprünglich ins Auge gefassten Termin, der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

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