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Kritik an Wirtschaftsförderern

WKS Kritik an Wirtschaftsförderern

Die Geschäfte brummen im Kreis Segeberg. Mit der eigenen Wirtschaftsförderung scheint der Kreis aber nicht glücklich zu werden. Im Wirtschaftsausschuss des Kreistages gab es wegen Personalien und fehlender Zahlen Kritik an der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS).

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Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch verteidigte die Arbeit der WKS.

Quelle: Archiv

Kreis Segeberg. Das ging bei der jüngsten Ausschusssitzung schon mit einer Personalie los. Erwartet wurde WKS-Geschäftsführer Ulrich Graumann. Er ließ sich jedoch wegen Urlaubs entschuldigen. Dies löste Unverständnis bei vielen Ausschussmitgliedern aus. „Herr Graumann hat schon mehrfach bei Sitzungen gefehlt“, bemängelte Regina Spörel (Grüne). „Der Geschäftsführer hat hier Rede und Antwort zu stehen. Künftig erwarte ich sein Kommen.“

 Sichtlich zerknirscht zeigte sich der ehrenamtliche WKS-Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch. Der Holzunternehmer aus Daldorf hatte den Part von Graumann übernommen. „Wir haben schon intern darüber gesprochen. Künftig wird Herr Graumann seinen Urlaub so planen müssen, dass er auf Sitzungen des Ausschusses anwesend ist.“

 Auch an Geschäftszahlen mangelte es. Jorkisch musste deshalb allgemein bleiben. „Die WKS ist wichtig, denn intensive Gespräche mit Unternehmern, Investoren und Marketing-Aktionen machen den Kreis bekannt und führen zu wirtschaftlichem Wachstum. Dies lässt sich nicht in Cent und Euro aufwiegen.“ Die jährliche Ausstattung mit 500000 Euro sei ein gutes Invest für die Wirtschaftsförderung.

 Einige Kommunalpolitiker hätten es allerdings gern etwas genauer gehabt. „Die Zahl der Kontakte mit Unternehmern und die Erfolge etwa bei Unternehmensneuansiedlungen müssen nachvollziehbar sein. Da erwarte ich konkrete Angaben“, sagte Dieter Riemenschneider (SPD). Ähnlich äußerten sich auch die Politiker anderer Fraktionen, denn die Finanzierung durch den Kreis sei ja kein Pappenstiel.

 Jorkisch sagte Zahlen zu. „Geldlichen Gewinn wird es allerdings aus den WKS-Aktivitäten wohl nicht geben, denn in dessen Besitz befinden sich keine zu vermarktenden Grundstücke, und die Beratung für die Gewerbetreibenden ist auch kostenlos.“

 2011 hatte der Kreis die Gründung der WKS beschlossen. Ein Vorläuferinstitut gemeinsam mit dem Kreis Pinneberg war den Segebergern nicht effizient genug. Als Geschäftsführer übernahm Ulrich Graumann dann das Ruder. Der Volkswirt hat zuvor das Kieler Innovations- und Technologiezentrum geführt.

 Als eine Basis für Wirtschaftswachstum gelten auch die 432 Kilometer Kreisstraßen. Der Kreis zahlt dem Wege-Zweckverband jährlich 3 Millionen Euro für die Instandhaltung, sagte WZV-Abteilungsleiter Sven Pribik. „Jedes Jahr werden rund 20 Kilometer der 91 Kreisstraßen saniert, je nach Priorität des Schadens.“

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