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Rekordhaushalt für 2016

Kreistag Segeberg Rekordhaushalt für 2016

Über 40 Vollzeitstellen sollen der Kreisverwaltung 2016 genehmigt werden, wenn der Kreistag am Donnerstag, 10. Dezember, ab 18 Uhr im Kreishaus in Bad Segeberg den Haushalt für 2016 berät. In die Flüchtlingsbetreuung und neue Unterkünfte wird massiv investiert.

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Kreispräsident Winfried Zylka.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Trotz des erwarteten Defizits von 8,7 Millionen Euro im Etat wird der Kreis seine Umlage, die die 95 Städte und Gemeinden an ihn zahlen müssen, wohl nicht erhöhen. Die Umlage stabil zu halten, zeichne sich derzeit ab, sagte Kreispräsident Winfried Zylka (CDU) in einem Pressegespräch. Die Mehrheit von CDU, FDP und Piraten ist gegen eine Erhöhung, Linke (wollen plus 4 Prozent Umlage) und SPD (plus 1,25 Prozent) sind dafür. Die Gemeinden hätten ihrerseits hohe Kosten für ihre eigene Flüchtlingsbetreuung, argumentierte Zylka, sie wolle der Kreis nicht mehr belasten, sondern abpuffern. Er macht aber auch klar: Gibt es dauerhaft ein „strukturelles Defizit“ im Kreishaushalt, „würden wir an die Kommunen herantreten“. Prognosen der Kreiskämmerei sagen aber voraus, dass es mit den Kreisfinanzen bald wieder aufwärts geht.

 Mit einem Volumen von 315 Millionen Euro für 2016 werde der Kreis einen Rekordhaushalt vorlegen, sagt Zylka. „Die Belastung für den Kreis ist sehr hoch.“ Allein rund 30 der neuen Stellen seien für Arbeit rund um sdie Asylbewerber nötig. 4000 neue Flüchtlinge erwartet der Kreis 2016 nach Zylkas Worten, darunter Kinder und Jugendliche, die der Kreis aufwändig abseits der Flüchtlingsquartiere in Familien oder Jugendeinrichtungen betreuen muss. Allerdings zahlt das Land Zuschüsse für Flüchtlingsarbeit. Hinzu kommen neue Aufgaben für den Kreis etwa in Klimaschutz, Gebäudemanagement und Integration, sagt Zylka. Derzeit hat die Verwaltung 519 Stellen, verteilt auf weit über 700 Voll- und Teilzeitkräfte.

 Auch in die Modernisierung der Förderschulen und Berufsbildungszentren will der Kreis investieren sowie für 1,1 Millionen Euro neue Flüchtlingswohnungen an der Gemeinschaftsunterkunft in Schackendorf bauen.

 Entscheiden wird der Kreistag auch, ob er eine Mitfahrzentrale einrichten lässt und welcher Anbieter das Busnetz in Norderstedt und im Raum Bornhöved stellen darf. Die Pläne für die 150-Jahr-Feier des Kreises im Jahr 2017 reifen, und über den Fortbestand der Segeberger Kulturtage muss beschlossen werden.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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