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70-Jahr-Feier der CDU

Kreisverband 70-Jahr-Feier der CDU

Von einem Radunfall des CDU-Kreisvorsitzenden Gero Storjohann war am Sonntag die 70-Jahr-Feier des Kreisverbandes an der Promenade des Großen Segeberger Sees getrübt. Er ereignete sich mitten in der heißen Phase der Kandidatenkür für den Bundestagswahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte.

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Feiern am See: Landtagskandidat Ole Plambeck (von links), Landeschef Ingbert Liebing, Landtagsmitglied Axel Bernstein und Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Storjohanns Konkurrent Sebastian Fuß aus Fahrenkrug war mit seiner Familie am Seeufer erschienen. Die Rückendeckung des Landeschefs Ingbert Liebing gilt Storjohann, das wurde am Rande der Veranstaltung klar.

 Am Vormittag war Storjohann mit 25 Radlern unterwegs. Der CDU-Ortsverband Sülfeld hatte eingeladen. Die Gruppe fuhr auf einem Radweg zwischen Heiderfeld und Leezen, berichtet Ortsvorsitzender Thomas Ahnfeldt. „Durch eine Unachtsamkeit“ sei es zum Sturz gekommen. Vorsichtshalber sei Storjohann in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Sether, der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für Verkehrssicherheit und Straßenverkehr ist, hatte sich Wunden am Kopf zugezogen. Am späten Nachmittag sei Storjohann aber wieder zu Hause gewesen, berichtet Ahnfeldt. „Es ist alles okay.“

 Zum Promenadenspektakel mit Musik, Politiktalk, 600 Besuchern und Gegrilltem in Bad Segeberg hatte Storjohann nicht kommen können. Wenige Tage zuvor hatten er und Fuß sich noch einer gemeinsamen Diskussion vor Parteimitgliedern gestellt. Beim einzigen Aufeinandertreffen beider vor der Nominierungsversammlung am 11. Juli hatten sich nur 25 Parteimitglieder aus Segeberg und Stormarn eingefunden. Die Diskussion verlief „lebhaft und sachlich“, sagt Tangstedts Ortsvorsitzender Felix von Leonhardi. Nach seiner Einschätzung werde Fuß „keine Chance“ haben.

 Auf Fragen der SZ per Email hatten Storjohann und Fuß ihre Positionen klargemacht. Storjohann sieht sich „im Einklang mit Kanzlerin Angela Merkel“. Er ficht für die „europäische Idee“ und gegen einen „Rückzug auf den Nationalstaat“.

 Fuß tritt für eine CDU ein, die mit Inhalten antritt und nicht ihr Fähnchen nach dem Wind ausrichte. So habe Storjohann in Tangstedt gesagt: „Die entscheidende Frage ist, wo kriegen wir Mehrheiten her. Nicht, wie machen wir es richtig. Macht macht sexy.“ Das sieht Fuß anders. Er will die Familie stärken, Liberalisierung in der Wirtschaft, erträgliche Steuern und sich auch zur Flüchtlingspolitik kritisch äußern dürfen, „ohne Rechtspopulismus vorgeworfen zu bekommen.“

 Am Rande des CDU-Festes in Bad Segeberg stellte sich Landeschef Liebing auf Storjohanns Seite. Er leiste gute Arbeit. Und in Richtung Fuß sagte er, ein Kandidat, der Merkel nicht unterstütze, sei der falsche.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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