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Knifflige Kreuzung

Bad Segeberg Knifflige Kreuzung

Er war gut gemeint, aber in der Praxis sorgt der verkehrssichere Ausbau der Kreuzung Dorfstraße/Glindenberg zu einer Reihe von Beinahe-Unfällen. Wie Anwohner berichten, kommt es auf der Asphaltfläche in der Nähe des Lokals Schützenhof immer wieder zu kniffligen Situationen.

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Die Stadt hat rot-weiße Metallpoller aufgestellt, weil Autofahrer – um nicht warten zu müssen – über den Fußweg fuhren.

Bad Segeberg. In dieser Woche half einmal alles Ausweichen nichts mehr: Zwei Autos stießen zusammen.

 Jahrelang war der Ausbau der mit Schlaglöchern reich gesegneten Dorfstraße ein Streitpunkt zwischen der Stadt (die bauen wollte) und den Anwohnern (die bezahlen sollten). Nach langem Hin und Her ging das Projekt über die Bühne. Doch nicht nur die Fahrbahn wurde erneuert – auch die Vorfahrt wurde geändert. Früher waren Autofahrer auf der Dorfstraße in beiden Richtungen auf der Vorfahrtstraße. Wer aus der Straße Glindenberg kam, hatte zu warten.

 Das ist vorbei. Der Bereich ist als Tempo-30-Zone ausgewiesen – und in einer solchen gilt die Regel „rechts vor links“. Autofahrer, die aus Richtung Hamdorfer Weg kommen, müssen nun also bremsen, wenn jemand von rechts aus der Straße Glindenberg herangerollt kommt.

 Da die Kreuzung mitten in einer langgezogenen Kurve liegt und etwas unübersichtlich wirkt, kommt es immer wieder zu Unsicherheiten und Ausweichmanövern in letzter Sekunde, wie die Anwohner berichten. „Das ist manchmal richtig knapp“, schildert einer der Nachbarn.

 Im Bauamt ist von diesen Schwierigkeiten bisher nichts bekannt, wie dessen Leiterin Antje Langethal sagt. „Wir machen mindestens einmal im Jahr eine Verkehrsschau mit der Polizei und werden uns das bei der nächsten Begehung mal genauer ansehen.“ Die neue Vorfahrtregelung sei mit der Verkehrsaufsicht des Kreises Segeberg abgestimmt worden. „Das ist als eine Frage der Verkehrsberuhigung diskutiert worden“, erklärt die Bauamtschefin. In diesem Zuge war in dem Straßenabschnitt auch Tempo 30 angeordnet worden – und in solch einer Zone gilt eben grundsätzlich „rechts vor links“.

 Die Unsicherheiten, Beinahe-Unfälle und kleinen Blechschäden wurden zwar im Rathaus noch nicht registriert, wohl aber ein anderes Problem: Um den Fußgängern das Überqueren der Fahrbahn zu erleichtern, wurden mehrere Verschwenkungen und Einengungen der Straße vorgenommen, die zudem als Querungshilfe dienen. „Dort sind aber Autofahrer, um nicht warten zu müssen, über den Fußweg gefahren“, schildert Antje Langethal.

 Da mehrere Grundstückszufahrten über die Fußwege führen und zudem der Bürgersteig von vielen Rollstuhlfahrern aus dem benachbarten Neurologischen Zentrum am Hamdorfer Weg genutzt wird, war dies ein brandgefährliches Verhalten. „Wir haben ein paar Poller gesetzt, um das Überfahren der Fußwege zu verhindern“, berichtet Langethal. Die rot-weißen Metallstangen sind auch wirklich nicht zu übersehen.

 Doch für die Rollstuhlfahrer aus dem Neurologischen Zentrum ist der Straßenabschnitt auch ohne diese Gefahr nicht von Pappe. „Da es keine hundertprozentig horizontale Straße ist, kann sie für den einen oder anderen Fahrer etwas anspruchsvoller sein.“ Daran lässt sich aber nichts ändern.

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