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Anlieger um den Schlaf gebracht

Krötentunnel in Rickling Anlieger um den Schlaf gebracht

Wer nahe an viel befahrenen Straßen wohnt, fühlt sich häufig vom Verkehr gestört. Mehr als genervt reagieren Gabriele Schmidt und Marijke Reetz mittlerweile auf den Lärm der Lkw und einen Krötentunnel vor ihren Häusern in der Gönnebeker Straße in Rickling.

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Gabriele Schmidt ist mehr als genervt von dem Lärm, wenn Autos über den Krötentunnel nahe an ihrem Haus in der Gönnebeker Straße in Rickling fahren.

Quelle: Petra Stöver

Rickling. „Bub-bub“ macht es immer, wenn ein Wagen über den Rinnendeckel fährt. Und dort sind auch viele Lkw unterwegs. Generell, so die beiden Frauen, werde dort gerast. „Auf jeder Achse 60“ statt der erlaubten 60 Kilometer pro Stunde

 „Zählt im Kreis die Kröte mehr als der Mensch?“, fragen die beiden Anwohnerinnen. Als vor knapp vier Jahren der Radweg zwischen Rickling und Trappenkamp gebaut wurde, bekamen die Kröten am Ricklinger Ortsausgang einen eigenen Weg unter der K 52. Wer draußen an der Straße steht, kann den Unmut der beiden Frauen nachvollziehen. Die Tunneldecke macht sich bemerkbar, wenn die Reifen sie berühren, wie ein schlecht sitzender Gullydeckel. Doch Gabriele Schmidt und Marijke Reetz fühlen sich auch bei der Gartenarbeit, in ihren Wohn- und Schlafzimmern beeinträchtigt. „Unerträglich und lebensfeindlich“ seien die von dem Tunnel ausgehenden Vibrationen. Risse in Fliesen, eine undichte Terrassentür und technische Störungen führt Gabriele Schmidt auf den Tunneldeckel zurück.

 Noch kurioser: Seit es den Tunnel gibt, sehen sie kaum noch Kröten. Früher seien die zu Tausenden von der anderen Straßenseite durch ihre Gärten zum Laichgewässer Timms Teich gewandert. Jetzt sei es gerade mal eine Handvoll.

 Mit ihren Beschwerden und Anregungen seien sie bei Polizei, Gemeinde und Kreis abgeblitzt. Wenn sie auf ihre öffentliche Beschwerde keine Reaktion bekommen, wollen sie sich an Umweltminister Robert Habeck wenden. Krötentunnel und Verkehrslärm, da sei er der richtige Ansprechpartner.

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