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Ein Fußballplatz der Zukunft

Bad Bramstedt Ein Fußballplatz der Zukunft

Mit einem bunten, fröhlichen und internationalen Fußballfest weihte die Bramstedter Turnerschaft (BT) den lange gewünschten und nun endlich fertigen Kunstrasenplatz am Schäferberg ein.

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Fußballer aus 23 Ländern spielen in der BT. Beim Einmarsch der Nationen wurde das eindrucksvoll gezeigt.

Bad Bramstedt. Den Anpfiff für das erste offizielle Spiel gab der Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur, Bodo Clausen (SPD). Hans-Jürgen Kütbach schoss den ersten Ball im BT-Trikot mit der Rückennummer 1 und der Aufschrift „Bürgermeister“.

 Bei seiner Begrüßung der Gäste betonte der Abteilungsleiter der Fußballsparte, Stephan Tanneberger, noch einmal, welch große Bedeutung dieser Platz für die Kinder und Jugendlichen hat. „Mit 320 Kindern und Jugendlichen unserer Fußballabteilung liegen wir von der Größe her auf Platz 2 im Kreis Segeberg hinter Henstedt-Ulzburg.“ Damit leiste die BT einen wichtigen sozialen Beitrag, denn jeder Jugendliche, der durch das soziale Netz rutsche, verursache für den Steuerzahler 60000 Euro Folgekosten. Tanneberger reagierte damit auf die vielen Kritiker, für die der über eine halbe Million Euro teure Kunstrasenplatz die Verschwendungspolitik der hochverschuldeten Stadt symbolisiert. Diese Kritiker vergäßen, wie viel ehrenamtliche Jugendarbeit im Verein geleistet werde, die den Staat nichts koste, sagte der Fußballchef.

 Ehrenamtliches Engagement hatte die BT auch beim Bau des Platzes selbst geleistet, was Bürgermeister Kütbach während der Eröffnungsfeier besonders hervorhob. Nach Angaben der BT konnten dadurch Ausgaben von rund 45000 Euro eingespart werden. Die Stadtverwaltung hat das allerdings nicht nachgerechnet. Die Sportler hatten bei vorbereitenden Arbeiten kräftig mit angepackt. Außerdem verpflichtete sich die BT, die künftige Pflege der Anlage zu übernehmen.

 Die an Firmen vergebenen Bauaufträge hatten nach Angaben von Bauamtsleiter Udo Reinbacher ein Volumen von 515000 Euro. Davon muss die Stadt 355000 Euro selbst bezahlen. Die Bramstedter Turnerschaft hatte sich zu einer Beteiligung in Höhe von 56000 Euro aus der Vereinskasse verpflichtet. Vermittelt durch den Kreissportverband, beteiligt sich das Land mit 104000 Euro Sportfördermitteln.

 Bürgermeister Kütbach rang dem zähen Entscheidungsprozess Positives ab: Während der 30-jährigen Diskussion über die Notwendigkeit eines weiteren Rasenplatzes sei die Kunstrasentechnik mittlerweile so ausgereift, dass es sich um eine nachhaltige Investition handele, von der der Verein lange profitiere. „Ich hoffe, dass der heutige Tag sich als Brücke zwischen Skeptikern des Projekts und deren Befürwortern erweist.“ Er mahnte zur Versachlichung, denn nicht jeder, der sich finanzpolitischen Gründen gegen das Projekt ausgesprochen habe, sei ein Gegner des Sports. Dennoch verwies auch Kütbach auf die soziale Komponente der Investition. Fußball erreiche als niederschwelliges Angebot sehr schnell Kinder und Jugendliche, die damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung hätten.

 „Diese Platzart ist die Zukunft“, meinte der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Sven Neitzke, bei seiner Begrüßung. Für die BT-Fußballer gilt das auf jeden Fall. Sie können nun bei Flutlicht in den Abendstunden trainieren, ohne der erhöhten Verletzungsgefahr auf dem bisherigen Grantplatz ausgesetzt zu sein. Außerdem ist der Kunstrasen nicht so anfällig wie Naturrasen, sodass er auch im Herbst und Winter bespielt werden kann. Der zweite Flutlichtplatz am Schäferberg, ein Naturrasenplatz, ist dann meistens gesperrt.

 Zur Feier gehörte auch der „Einmarsch der Nationen“, der deutlich machte, wie international die Fußballer der Bramstedter Turnerschaft aufgestellt sind. Mitglieder aus 23 Ländern kicken in der BT. Die Kinder von in Bad Bramstedt lebenden Flüchtlingen dürfen übrigens kostenlos in der BT Fußball spielen.

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